Fehlerhaftes Antiviren-Update stört Windows-Server
Wie Leser von Golem.de und auch das "Internet Storm Center" melden(öffnet im neuen Fenster), macht das Signatur-Update der Version 30.3.3054 für Computer Associates' eTrust unter Windows 2003 Server und der SBS-Version dieses Betriebssystems Probleme. Sobald der Scanner mit diesen Signaturen loslegt, löscht er die Systemdatei lsass.exe und legt auch den dahinterliegenden Dienst lahm, der die Zugriffssteuerung für Dateien regelt. Einige Anwender berichten davon, dass das System danach abstürzt, bei anderen ist nur nach einem Neustart keine Anmeldung mehr möglich.
Das Viren-Update scheint durch einen simplen Tippfehler so zu reagieren: Bekommt der Anwender die Meldung des Scanners nämlich vor dem Absturz noch mit, so behauptet dieser, lsass.exe sei mit dem Trojanischen Pferd "Lassrv.B" infiziert. Dieser Schädling wiederum verändert tatsächlich die lsass.exe, erstellt aber auch die nicht zu Windows gehörende "lsasrv32.dll", in welcher der Trojaner selbst steckt. Der eTrust-Scanner demoliert aber auch eine völlig intakte lsass.exe.
Computer Associates hat das Problem inzwischen mit dem Signatur-Update 30.3.3056 gelöst. Das Unternehmen gibt außerdem eine Anleitung(öffnet im neuen Fenster), wie sich beschädigte Systeme wiederherstellen lassen und auch Microsoft zeigt im offiziellen SBS-Blog(öffnet im neuen Fenster) einige Wege, wie der Nutzer ein von eTrust lahm gelegtes System wieder flott bekommt.
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