DVB-T im Auto mit 140 km/h

Terratec zeigt Diversity-Empfänger auf der IFA 2006

In Berlin, genauer eigentlich um Berlin herum, führt Terratec anlässlich der IFA 2006 einen neuen DVB-T-Empfänger für Notebooks vor. Der USB-Stick garantiert dank zweier Tuner, die zusammengeschaltet werden, stabilen Empfang auch bei höheren Geschwindigkeiten. Golem.de begab sich auf Testfahrt.

Artikel veröffentlicht am ,

DVB-T-Empfang im Auto
DVB-T-Empfang im Auto
Zwar ist das durch die Landesmedienanstalten als "Überallfernsehen" beworbene DVB-T eigentlich auch für Fahrzeuge gedacht, in der Praxis funktioniert der stabile Empfang jedoch nur bei sehr geringen Geschwindigkeiten. Terratec hat deshalb das System "Diversity XS" entwickelt, das als USB-Stick oder in Form von ExpressCards für Notebooks mit passendem Slot auf den Markt kommt. Eine Version für herkömmliche PC-Card-Steckplätze ist nicht geplant.

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DVB-T-Empfang im Auto
DVB-T-Empfang im Auto
Unter dem Begriff "Diversity" wird in der Funktechnik der Einsatz von mehreren Antennen und Empfängern verstanden, mit denen Auslöschungseffekte vermieden werden. Die Antennen werden dabei nicht einfach elektrisch gebündelt, vielmehr wird das Signal ausgewertet, das die beiden Empfänger liefern. So sind auch in den Diversity-Produkten von Terratec zwei DVB-T-Tuner eingebaut, die im stationären Betrieb alternativ parallel genutzt werden können, um beispielsweise ein Programm zu sehen, während ein anderes aufgezeichnet wird.

Terratecs DVB-T-Cadillac
Terratecs DVB-T-Cadillac
Im Diversity-Betrieb arbeiten die beiden Tuner zusammen. Terratec führt das auf der IFA mit einem Notebook vor, das in einer gestreckten Cadillac-Limousine über die Avus (A 115). Dort sind auf der Teststrecke zwar nur 80 km/h erlaubt, aber auch dabei liefern bisherige Ein-Tuner-Lösungen längst kein Bild mehr. Mit der Diversity blieb das Bild stets stabil, nur gelegentlich beim Passieren von Hindernissen oder neben Lastwagen ergaben sich kurz Artefakte, aber keine Bildausfälle.

Zwei Antennen, zwei Tuner
Zwei Antennen, zwei Tuner
Als Antennen hat Terratec die mitgelieferten Stab-Elemente verwendet, sie wurden per Magnetfuß auf den Kofferraum gepflanzt. Um den Diversity-Effekt zu erzielen, müssen die Antennen mindestens 60 Zentimeter voneinander entfernt sein. Damit soll dann auch bei Tempo 140 noch DVB-T funktionieren.

Die beiden Versionen des Empfängers kommen laut Terratec im Oktober 2006 auf den Markt. Die "Cinergy DT USB XS Diversity" als USB-Stick kostet 139,- Euro, die ExpressCard "Cinergy DT Express Diversity" 159,- Euro.

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Klaus001 10. Dez 2009

Nicht schlecht. Auch zum DVB-T Empfang während der Fahrt habe ich folgende Infos...

abgezockt 06. Aug 2007

Falsch. Bei bewegten Objekten zählt die Geschwindikeit in km/h als Faktor. Die "freien...

Fjury 2005 05. Sep 2006

Also unsere Kinder spielen dann 'Ich sehe was, was du nicht siehst' etc. Die wissen...

Linux... 04. Sep 2006

Hier war es schmerzärmer, DVB-T unter Linux zum Laufen zu kriegen, als unter Windows...

Venkie 04. Sep 2006

Einen KIA? ;)



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