Intergraph für 1,3 Mrd. Dollar an Investment-Firmen verkauft

Ehemaliger Workstation-Pionier nicht mehr unabhängig

Der bis Mitte der neunziger Jahre erfolgreiche Hersteller von Grafik-Workstations Intergraph wird von einem Konsortium aus Finanzunternehmen aufgekauft. Die Anleger erhalten eine großzügige Entschädigung und die neuen Eigentümer wollen das Unternehmen weiterführen.

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An dem Aufkauf sind maßgeblich die Investment-Unternehmen Hellman & Friedman sowie die Texas Pacific Group beteiligt. Sie bieten den Intergraph-Aktionären 44 US-Dollar pro Aktie an, was 22 Prozent über dem durchschnittlichen Schlusskurs der 20 Tage vor dem Angebot liegt. Der Vorstand von Intergraph hat dem Angebot bereits zugestimmt. Unter der Leitung der neuen Eigentümer will Intergraph seinen bereits 2003 begonnenen Restrukturierungskurs fortsetzen.

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Bereits Anfang des neuen Jahrtausends hatte sich Intergraph vollständig aus dem Hardwaregeschäft zurückgezogen und nur noch auf Software gesetzt. Bis Mitte der neunziger Jahre war das 1969 gegründete Unternehmen einer der Pioniere der Visualisierung komplexer Daten und konnte auch durch seine Workstations überzeugen, die zuletzt mit eigenen Chipsätzen auf Intel-Prozessoren setzten. Danach war Intergraph aber vor allem durch Patentklagen aufgefallen, mit denen man unter anderem Intel die Rechte an der parallelen Rechnerei eines Itanium streitig machte.

Inzwischen hat sich Intergraph auf das "Spatial Information Management" (SIP) konzentriert: Komplexe Daten, etwa aus geologischen Rohstoff-Landkarten, werden mit einem breiten Software-Angebot von Intergraph in Bilder verwandelt. Dieser Markt scheint zu florieren, das Unternehmen konnte in den letzten Quartalen stets einen Gewinn von einigen Millionen US-Dollar erzielen, musste aber einen Großteil der Gewinne in Restrukturierungsmaßnahmen stecken. Offenbar sollen die neuen Eigentümer jetzt helfen, diesen Prozess zu beschleunigen.

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