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TDK speichert 200 GByte auf Blu-ray-Prototypen

Konkurrierende HD DVD soll in Zukunft auch 45 GByte Daten speichern. Sony hatte bereits mehrschichtige Blu-ray-Medien mit bis zu 200 GByte angekündigt. Nachdem TDK bereits einen funktionierenden 100-GByte-Protoytpen vorweisen konnte, schaffte es der Hersteller, einen 200-GByte-Prototypen zu entwickeln - mit weniger Layern als bei Sony.
/ Christian Klaß
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Wie TDK mitteilte, speichert der Prototyp einer möglichen zukünftigen Blu-ray Disc seine 200 GByte Daten auf 6 übereinander liegenden Schichten - auf nur einer Rohling-Seite. Jede dieser Schichten speichert 33,3 GByte Daten. Sony hatte in Labors noch mit aufwendigeren 8 Schichten experimentiert. Seinen vorhergehenden, ebenfalls einseitig Daten speichernden 100-GByte-Prototypen hatte TDK mit vier 25-GByte-Schichten versehen.

TDK zufolge konnte eine neue Signalverarbeitungstechnik die Speicherdichte erhöhen und so die 200 GByte möglich machen. Letztlich ergebe das etwa 18 Stunden hochauflösendes Video bei einer Datenrate von 24 MBit/s auf den neuen Blu-ray-Prototypen. Gleichzeitig bleibe das Medium damit im Rahmen der Blu-ray-Wiedergabe-Spezifikation.

"Die ultra-ambitionierte Technologie-Planung für die Blu-ray wurde nun als realistisch bestätigt" , meint Bruce Youmans, TDKs Vice President of Product Research & Development. Derartige Meilensteine würden den Langzeitwert im Vergleich zu den Rivalen zeigen, gemeint ist die HD DVD.

TDK rühmt sich auch, Daten bereits im Labor mit bis zu sechsfacher Schreibgeschwindigkeit (216 MBit/s) auf einschichtigen Blu-ray Discs (25 GByte) zu brennen. Auch hierbei handelt es sich um Prototypen. TDK ist ein Mitglied des Aufsichtsrats der Blu-ray Disc Association.

Bei allen Erfolgen im Labor wird derzeit immer noch auf marktreife 50-GByte-Medien gewartet. Samsungs Blu-ray-Player BD-P1000, der erste seiner Art, wurde bisher nur als kompatibel zu den 25-GByte-Medien bezeichnet. Ein Software-Update soll das Gerät später auch zu 50-GByte-Medien kompatibel machen.

Die Konkurrenz aus dem HD-DVD-Lager sieht die spätere Markteinführung der zweilagigen 50-GByte-Medien als Beweis dafür an, mit der HD DVD die marktreifere und unproblematischere DVD-Nachfolgerin anzubieten. Die HD DVD gibt es bereits ein- und zweilagig, womit 15 bzw. 30 GByte gespeichert werden. Gegenüber Golem.de gab Toshiba aber an, dass bereits eine dreilagige HD DVD in Arbeit sei, die 45 GByte Daten fasst. Auch hier sei die HD DVD unproblematischer und günstiger herzustellen. HD-DVD-Laufwerke der aktuellen ersten und voraussichtlich auch der folgenden zweiten Generation werden aber wohl nicht zu den 45-GByte-HD-DVDs kompatibel sein.


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