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AMDs Notebook-Plattform "Yokohama" kommt noch 2006

Dennoch kein Gegenkonzept zu Intels Centrino. Wie aus taiwanischen Quellen zu hören ist, arbeitet AMD an einer Kombination aus Turion-X2-Prozessor und ATI-Chipsatz mit integrierter Grafik für Notebooks. Das unter dem Codenamen "Yokohama" geführte Konzept soll noch 2006 vorgestellt werden.
/ Nico Ernst
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Dies berichtet(öffnet im neuen Fenster) das Branchenblatt DigiTimes unter Berufung auf taiwanische Notebook-Hersteller. Neben den AMD- und ATI-Komponenten sollen laut dem Bericht auch WLAN-Bausteine von Airgo, Atheros und Broadcom zu "Yokohama" gehören. Damit würde sich die Plattform von Intels Marke "Centrino" unterscheiden. Mit diesem begehrten Siegel werden nur Notebooks ausgezeichnet, in denen genau vorgegebene Kombinationen aus Intel-Prozessoren, Intel-Chipsätzen und Intel-WLAN-Modulen stecken. Da Intel "Centrino" selbst stark bewirbt, ist diese Knebelung für die Notebook-Hersteller dennoch interessant.

AMD wollte zwar gegenüber Golem.de die Existenz von Yokohama oder die technischen Daten nicht bestätigen, Unternehmenssprecher Jan Gütter meinte jedoch: "Was auch immer AMD und ATI gemeinsam entwickeln, es wird kein Anti-Centrino werden." Gütter spielte damit auf das von AMD oft gescholtene Plattformkonzept nach Intels Verständnis an, das die AMD-Kunden "hassen" würden, wie AMD-Vize Thomas McCoy in einem Interview mit Golem.de zu Protokoll gab.

Dennoch liegt es auf der Hand, dass nun auch AMD durch die Übernahme von ATI zumindest die Kombination aus Prozessor und Chipsatz samt integrierter Grafik – und, anders als Intel ebenso einen externen Grafikchip – konkurrenzlos günstig anbieten kann. Ob AMD für seine Plattform eine neue Marke schafft, mit der sich auch Hersteller schmücken können, die beispielsweise einen Nvidia-Chipsatz verwenden, bleibt noch abzuwarten. AMD-Sprecher Gütter betonte dennoch: "Wir weichen nicht von unserer Strategie ab, offene Plattformen anzubieten."


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