Abo
  • Services:
Anzeige

Kohlenstoff-Nanoröhren aus dem Tintenstrahldrucker

Preiswerte Methode zur Anordnung von Kohlenstoff-Nanoröhren

Forscher der US-Universität "Rensselaer Polytechnic Institute" haben einen einfachen Weg entwickelt, um Kohlenstoff-Nanoröhren auf Papier und Plastikoberflächen aufzutragen. Sie nutzen dazu einen herkömmlichen Tintenstrahldrucker, dessen Patronen mit einer Nanoröhrenlösung gefüllt werden.

Mit der am "Rensselaer Nanotechnology Center" entwickelten Methode sollen sich diverse Anordnungen basierend auf Kohlenstoff-Nanoröhren herstellen lassen, von flexibler Elektronik über leitendes Gewebe bis hin zu chemischen Sensoren.

Anzeige

Seit 1991 sind Kohlenstoff-Nanoröhren ein Thema, das Forschung und Wissenschaft bewegt. Diese Form von molekularem Kohlenstoff verfügt über vielversprechende Eigenschaften, die gerade bei Computerchips gefragt sind. Sie verkraften unter anderem höhere Ladungsdichten als die heute in Transistoren verwendeten Leiter. Zudem sind die Strukturen deutlich kleiner. Jede Nanoröhre besteht dabei aus einem oder mehreren nahtlosen konzentrischen Zylindern aus Graphit. Sie können bei einem Bruchteil des Gewichts rund 100-mal stärker sein als Stahl, einige nehmen 100-mal mehr elektrische Ladungen auf als Kupfer und ihre Halbleitereigenschaften können zur Entwicklung von Transistoren genutzt werden, die kleiner und schneller sind als aktuelle Transistoren auf Basis von Silizium.

Einstein in Kohlenstoff-Nanoröhren (Universität Oulu)
Einstein in Kohlenstoff-Nanoröhren (Universität Oulu)

Die Herstellung von Anordnungen auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhren ist bislang aber recht kompliziert und erfordert teure Geräte. Die Forscher am Rensselaer Nanotechnology Center um Robert Vajtai haben nun einen einfachen Weg gefunden, um Muster aus Nanoröhren auf Oberflächen anzuordnen. Zusammen mit Krisztián Kordás und Géza Tóth von der Universität Oulu (Finnland) nutzen sie herkömmliche Tintenstrahlsdrucker, um diese Muster zu erzeugen. Dazu füllen sie einfache Tintenpatronen mit einer Lösung, die Kohlenstoff-Nanoröhren enthält. Das gedruckte Ergebnis ist in der Lage, Ladungen zu speichern, sind die Nanoröhren doch gute Leiter.

Anwendungsgebiete für ihren Ansatz sehen die Forscher z.B. bei flexibler Elektronik für Displays, Antennen und Akkus, die in Papier oder Kleidung integriert werden können. Kleidung könnte so als Notebook-Akku dienen oder die gesamte Elektronik eines Handys aufnehmen. Zudem könnte man auf diesem Weg Geld mit elektronischen Tags versehen. Auch eine elektronische Zeitung auf Papier, deren Schrift sich verändert, sei denkbar, so Vajtai.

Zudem ließe sich die Technik für chemische Sensoren einsetzen, denn einige der gedruckten Muster reagierten ganz besonders auf einzelne chemische Stoffe.


eye home zur Startseite
CNT 22. Nov 2006

Es gibt bereits Studien darüber. Sowohl Studien, die von Umweltorganisationen beauftragt...

Alkobottle 01. Sep 2006

Ein sehr konstruktiver Kommentar zu diesem doch sehr interessanten Thema...

loadfreakx 31. Aug 2006

Doch leider bald traurige Realitiät -.-

adba 31. Aug 2006

Das Golem-Forum macht doch einfach Spass ;-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DPD Deutschland GmbH, Aschaffenburg
  2. Daimler AG, Sindelfingen
  3. Ratbacher GmbH, München
  4. Techniker Krankenkasse, Hamburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 24,99€ inkl. Abzug (Preis wird im Warenkorb angezeigt)
  2. 99,99€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis 130€)

Folgen Sie uns
       


  1. Energy Harvesting

    Biobrennstoffzelle erzeugt Strom aus Schweiß

  2. Neue Firmware

    Zwangsupdate für DJIs Spark-Drohne gegen Abstürze

  3. High Speed Rail

    Chinas Züge fahren bald wieder mit 350 km/h

  4. iPhone am Steuer

    Apple will an Autounfällen nicht schuld sein

  5. Filmfriend

    Kostenloses Videostreaming für Bibliothekskunden

  6. EMotion

    Fisker-Elektroauto soll in 9 Minuten Strom für 200 km laden

  7. Electronic Arts

    Hunde, Katzen und Weltraumschlachten

  8. Microsoft

    Age of Empires 4 angekündigt

  9. Google

    Android 8.0 heißt Oreo

  10. KI

    Musk und andere fordern Verbot von autonomen Kampfrobotern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Starcraft Remastered im Test: Klick, klick, klick, klick, klick als wär es 1998
Starcraft Remastered im Test
Klick, klick, klick, klick, klick als wär es 1998
  1. Blizzard Der Name Battle.net bleibt
  2. Starcraft Remastered "Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
  3. E-Sport Blizzard nutzt Gamescom für europäische WoW-Finalspiele

Fujitsu Lifebook U937 im Test: 976 Gramm reichen für das fast perfekte Notebook
Fujitsu Lifebook U937 im Test
976 Gramm reichen für das fast perfekte Notebook
  1. DLU Fujitsu entwickelt Deep-Learning-Chips
  2. Celsius-Workstations Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

  1. Re: Bezüglich heller drehen...

    jnv | 11:17

  2. Re: Wenn der Bauer...

    The-FleX | 11:16

  3. Sehr allumfassende Überschrift

    M.P. | 11:16

  4. Schwachsinn

    jsm | 11:14

  5. Re: dass der Akku in 9 Minuten wieder für 200 km...

    My2Cents | 11:14


  1. 11:23

  2. 10:58

  3. 10:21

  4. 09:52

  5. 09:02

  6. 07:49

  7. 07:23

  8. 07:06


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel