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Debian Etch und die Firmware-Problematik

Abstimmung über weiteres Vorgehen ist nicht verbindlich

Die Linux-Distribution Debian GNU/Linux hat sich seit jeher ihren eigenen Richtlinien für freie Software verschrieben. Anhand dieser bewerten die Entwickler Open-Source-Lizenzen und entscheiden, ob diese frei genug sind, um darunter lizenzierte Pakete in die Distribution zu integrieren. In Hinblick auf die nächste Version, Debian Etch, steht nun die Frage im Raum, wie mit Treibern umgegangen werden soll, die Closed-Source-Firmware benötigen.

Der Debian-Projektleiter Anthony Towns hat an die Ankündigungs-Mailingliste des Projektes eine E-Mail gesendet, in der er die Problematik näher erläutert und zu einer Abstimmung aufruft. Debian richtet sich nach seinen eigenen Richtlinien für freie Software und hat für die kommende Version beispielsweise auch Dokumentationen daraufhin untersucht, ob sie frei sind.

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Dieses Ziel ist laut Towns erreicht, so dass Debian Etch ausschließlich freie Dokumentationen enthalten wird. Aber auch Grafiken und Schriften in Debian Etch seien ausschließlich unter freien Lizenzen verfügbar.

Ein Problem seien aber dennoch die Quellen für diese Teile der Distribution. Vor allem bei Videodaten sei das Debian-Projekt nicht in der Lage, diese unkomprimiert anzubieten. Ein viel größeres Problem stellen laut Towns jedoch Treiber dar, die unfreie Firmware benötigen - etwa die Treiber für Intels WLAN-Hardware.

Für registrierte Nutzer wurde daher im Debian-Forum eine Abstimmung eingerichtet, mit der darüber entschieden werden soll, was das Wichtigste für Etch ist: die pünktliche Veröffentlichung im Dezember 2006, keine Firmware ohne Quelltext im Hauptzweig der Distribution auszuliefern oder Hardware, die solche Firmware benötigt, auf irgendeinem Weg zu unterstützen.

In einer zweiten Abstimmung wird außerdem nach dem weiteren Vorgehen gefragt. Dabei steht zur Auswahl, ob Debian Firmware ohne Quelltext beibehalten, entsprechende Hardware nicht länger unterstützen oder aber ob das Debian-Installationsprogramm so modifiziert werden soll, dass die freie Firmware aus dem Non-Free-Zweig der Distribution heruntergeladen wird. Letzteres würde allerdings die pünktliche Veröffentlichung von Etch verhindern.

Nach dem derzeitigen Stand der Abstimmung sind die Teilnehmer jedoch mehrheitlich dafür, Etch pünktlich zu veröffentlichen und unfreie Firmware in "Main" zu erlauben. Allerdings ist diese Abstimmung nicht verbindlich, letztlich werden die Entwickler über das weitere Vorgehen entscheiden. Hardware, die unfreie Firmware braucht, nicht länger zu unterstützen, würde sich dabei allerdings vor allem negativ auf die Benutzer der Distribution auswirken.


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Per Hansen 12. Okt 2006

Naja, erstrebenswert ist das schon. Dann gäbe es wenigstens keine fehlerhaften acpi...

kleinesg 31. Aug 2006

Lies den Artikel noch mal: die Aufnahme in non-free würde den Veröffentlichungstermin...



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