Microsoft entwickelt Software gegen "FairUse4WM"
Wie berichtet, kann man die DRM-Verschlüsselung mit FairUse4WM aus Mediendateien ausbauen – allerdings nur, wenn man für diese Dateien eine gültige Lizenz besitzt. Wer also beispielsweise bei Napster Abonnent war, kann nach Kündigung des Vertrages die Musikstücke weiter abspielen, was wohl kaum im Sinne des "Fair Use" ist, auf den sich der Autor des Programms FairUse4WM beruft. Nach eigenen Aussagen(öffnet im neuen Fenster) im Forum der Webseite Doom9.org ging es ihm vor allem darum, die Dateien auf nicht von Microsoft zertifizierten Wiedergabegeräten nutzbar zu machen.
Microsoft schätzt das Problem offenbar als gravierend ein. Wie die Webseite Engadget meldet(öffnet im neuen Fenster), hat das Unternehmen nur drei Tage nach einem ersten Bericht über FairUse4WM an selber Stelle seine Entwickler auf eine neue Version der "Individualized Blackbox Component" (IBX) seines DRM-Systems aufmerksam gemacht. Diese Bibliotheken müssen auch von FairUse4WM genutzt werden, um die Dateien zu entschlüsseln – mit den neuen Ausgaben soll das nicht mehr möglich sein.
Dazu muss aber, so Microsoft laut einer E-Mail, die Engadget vorliegt, "Code auf dem Client ausgeführt werden". Lies: Wer Mediendateien verkauft und sich gegen das Entschlüsselungsprogramm schützen will, muss seine Kunden dazu bringen, eine neue Software auf ihren Rechnern auszuführen. Das kann durch die üblichen Windows-Installationsroutinen auch leicht in einem neuen Client für die Abo-Dienste versteckt werden.



