Upstart: Neues Init-System für Ubuntu
Ereignisse starten und stoppen Dienste
Mit Upstart ist ein neues Init-System für die Linux-Distribution Ubuntu in der Entwicklung, das sich an modernen Anforderungen orientieren soll. Anstatt Skripte nacheinander zu starten, richtet sich Upstart nach Ereignissen, wie dem Anschließen von Geräten. Upstart lässt sich bereits ausprobieren, die komplette Integration soll jedoch erst mit der übernächsten Ubuntu-Version erfolgen.
Ubuntu nutzt, wie die meisten Linux-Distributionen, noch das alte Sysvinit zur Konfiguration der Dienste beim Systemstart sowie um neue Prozesse zu starten und zu stoppen. Beim Booten ruft Sysvinit Skripte auf, die dann Daemons starten. Der Ubuntu-Entwickler Scott James Remnant hält Sysvinit jedoch für überholt, vor allem da Geräte wie Festplatten und Netzwerkkarten beim Aufruf der Skripte bereits vorhanden sein müssen.
Das nun vorgestellte Upstart hingegen reagiert auf Ereignisse, wie das Anschließen eines neuen blockorientierten Gerätes oder das Einbinden eines Dateisystems. Als Reaktion auf solche Ereignisse führt Upstart Dienste aus oder stoppt diese wieder. Darüber hinaus kann Upstart auch Cron-Jobs übernehmen, also Prozesse zu einem vorgegebenen Zeitpunkt ausführen.
Upstart 0.1.1 ist ab sofort in der Ubuntu-Entwicklungsversion Edgy Eft enthalten, soll aber bei Erscheinen dieser Version im Oktober 2006 noch nicht vollständig implementiert sein. Dieser Schritt ist erst für die darauf folgende Version angedacht, in der Upstart dann nicht nur Inetd, sondern auch den Cron-Daemon komplett ersetzen soll. Die Ubuntu-Version, die nach dem Edgy-Eft-Nachfolger erscheint, soll dann nur noch Pakete akzeptieren, die Upstart unterstützen.
Upstart ist jedoch nicht der erste Ersatz für Sysvinit, andere Systeme wie InitNG sind bereits seit langem verfügbar. Remnant hält diese aber allesamt für zu unflexibel.
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