Zweiklassengesellschaft auf der Games Convention
Größere Websites stehen immerhin auf einer Liste der "relevanten Publikationen" und ihre Vertreter erhalten zumindest auf Nachfrage Presseschilder der ersten Klasse. Neueinsteiger und kleinere Websites haben diesen Vorteil aber nicht, was eine ungerechte Benachteiligung ist - vor allem, wenn schriftliche Terminbestätigungen vorgewiesen werden müssen, obwohl Termine in der Regel nur per Telefonat oder E-Mail ausgemacht werden. Entsprechend verärgert und enttäuscht reagieren deshalb die zu Unrecht gebrandmarkten Online-Redakteure. Beschwerden wie "Da brauchen sie einem doch gar nicht erst eine Presseeintrittskarte geben...", "eine Frechheit", "[...] und das in der heutigen Zeit" sind deshalb immer wieder zu hören.
Auch Golem.de-Redakteuren wurde, wie vielen anderen etablierten Online-Medien, am ersten Messetag zunächst der Zugang zum Business-Center verweigert, bevor die Presseschilder getauscht werden konnten. Am Fachbesuchertag waren die Presseschilder zweiter Klasse kein Problem.
Während die Leipziger Messe sich überzeugt von ihrer Regelung zum Nachteil von Online-Journalisten zeigt, formiert sich unter den Publishern der Widerstand. Immerhin zahlen sie viel Geld, um Journalisten jeglicher Art ihre Produkte anzupreisen - und haben letztlich auch immer noch selbst die Möglichkeit, jemandem einen Termin zu verwehren.
Kommentar:
Horden junger, angehender Redakteure, Blogger und engagierte Fangruppen mögen für den einen oder anderen Messeplaner, Pressevertreter oder Journalisten ein eher unerwünschtes Phänomen sein. Dennoch ist es gerade ein Vorteil des Internets, dass jeder die Chance hat, seine eigene Publikation aufzubauen, abseits von Verlagen. Es reicht nicht, einige Blogger anzuheuern und sich ein eigenes Blog (gc-blog.de) schreiben zu lassen.
Es ist jedoch Aufgabe einer Messeleitung, sich hier einen Überblick zu verschaffen und auch einmal Flexibilität und Kenntnis des Internets zu beweisen sowie Neulingen zur Not auch in Rücksprache mit den Ausstellern Unterstützung zukommen zu lassen. Online-Journalisten hereinzulassen, um sie dann solange vom wirklich wichtigen Geschehen auszusperren, bis ausreichende Bedeutung nachgewiesen ist oder genügend Druck gemacht wurde, kann hingegen keine Lösung sein.
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hi! was muss ich denn vorweisen um ne akkreditierung zu bekommen???
hi! was muss ich denn vorweisen um ne akkreditierung zu bekommen???
"Hallo - was habt ihr eigentlich gegen die Ossis ... " Solange die Ossis in Ossiland...
Vielleicht sollte man die Zahlen auch einmal in einer gewissen Relation sehen...