Fingerabdruck-Scanner prüft Identität vor dem Booten

Viele der heute vor allem in Notebooks eingebauten Fingerabdruck-Sensoren lassen sich leicht austricksen, indem etwa von einer CD oder einem USB-Stick gebootet wird, was bei einfachen Konfigurationen ohne weitere Verschlüsselung der Daten dann den Zugriff auf die Festplatte erlaubt. Gegen solche Methoden hilft laut Fujitsu eine "Pre-Boot Authentification" (PBA).
Dazu wird im BIOS eines Rechners der Code für den Betrieb des Sensors zusammen mit den gescannten Fingerabdrücken gespeichert. Der Rechner startet die Boot-Sequenz erst, wenn sich der Benutzer authentifiziert hat. Der Software-Anteil für die PBA stammt von Phoenix, einem Unternehmen, das auch zahlreiche Mainboards und Notebooks mit BIOS-Code versieht. Phoenix hat dazu ein Entwickler-Kit für Softwarehersteller entworfen, um das Konzept des TrustedCore für Programmierer leichter zugänglich zu machen.
Fujitsu liefert derzeit an Entwickler erste Muster des Sensors aus, bei Abnahme von weniger als 1.000 Stück kostet er 6,- US-Dollar. Wann er Einzug in erste Produkte findet, steht noch nicht fest.