iPod-Streit: Apple zahlt 100 Mio. US-Dollar an Creative
Im August 2005 erhielt Creative ein US-Patent zugesprochen, welches das Benutzer-Interface von mobilen MP3-Playern wie dem Creative Zen oder der Nomad Jukebox beschreibt. Zugleich wies Creative darauf hin, dass die Technik auch in Konkurrenzprodukten zum Einsatz kommt, namentlich genannt wurden damals Apples iPod und iPod mini.
Creatives so genanntes "Zen Patent" beschreibt die Bedienung der tragbaren MP3-Festplatten-Player, die es dem Nutzer erlauben, auf einfache Art und Weise durch die zum Teil recht umfangreichen Datenbestände zu navigieren.
Im Mai 2006 reichte Creative dann Klage gegen Apple ein und forderte Schadensersatz. Apple konterte kurz darauf seinerseits mit einer Patentklage gegen Creative.
Nun einigten sich die Unternehmen außergerichtlich und legten all ihre Streitereien bei. Allerdings kommt Apple dieser Frieden teuer zu stehen, das Unternehmen zahlt 100 Millionen US-Dollar an Creative und darf Creatives Technik nun in seinen Produkten nutzen. Sollte es Creative gelingen, auch andere Unternehmen zu Lizenzzahlungen zu bewegen, könnte die Summe allerdings schrumpfen, so die Vereinbarung mit Apple.
Künftig wollen Apple und Creative sogar zusammenarbeiten, Creative tritt Apples Programm "Made for iPod" bei und wird eigenes iPod-Zubehör anbieten.
"Creative habe großes Glück gehabt, dieses frühe Patent zugesprochen zu bekommen", kommentierte Apple-Chef Steve Jobs die Einigung.
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