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Linux-Distributoren wollen mehr Virtualisierung

Container-Konzepte gelangen wahrscheinlich in RHEL und SLES. Neben der populären Virtualisierungssoftware Xen schauen sich die Linux-Distributoren auch nach weiteren Lösungen um. Wahrscheinlich werden dabei so genannte Container-Ansätze in die Enterprise-Distributionen aufgenommen. Damit teilen sich Host- und Gastsystem einen Kernel.
/ Julius Stiebert
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Trotz aller Kritik an Xen gilt die Software in der Linux-Welt derzeit als Synonym für Virtualisierung. Doch die nächsten Versionen von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und Suse Linux Enterprise Server (SLES) werden wahrscheinlich auch andere Ansätze mitbringen, berichtet Cnet(öffnet im neuen Fenster) .

Speziell so genannte Container sollen in den nächsten Versionen der Enterprise-Distributionen enthalten sein. Bei diesem Ansatz nutzen Host- und Gastsystem denselben Kernel, laufen aber dennoch isoliert voneinander. Das Gastsystem ist damit in einem Container gefangen und läuft wie eine native Installation. Durch den gemeinsamen Kernel versprechen die Lösungen vor allem einen Geschwindigkeitsvorteil.

Unter Linux setzen OpenVZ und VServer dieses Konzept um. Red Hat plant, eine der beiden Lösungen in RHEL 6 zu integrieren, sagte CTO Brian Stevens gegenüber Cnet. Welche der beiden, sei aber noch nicht entschieden und Xen habe weiterhin die höchste Priorität für das bevorstehende RHEL 5.

Novell hingegen kann sich nach Aussage von Holger Dyroff, Vice President Product Management & Marketing, vorstellen, OpenVZ noch mit dem Service Pack 1 für den aktuellen SLES 10 auszuliefern. Sollte dies nicht klappen, so wolle man mit dem OpenVZ-Projekt zusammenarbeiten, um eine einfache Nachinstallation zu gewährleisten.

Die Community-Distribution Debian GNU/Linux hat OpenVZ kürzlich bereits in den Entwicklungszweig aufgenommen und liefert Vserver schon länger mit.


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