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Internet Explorer: Patch öffnet neues Sicherheitsloch

Microsoft verschiebt angekündigte Patch-Überarbeitung. In der vergangenen Woche gestand Microsoft einen Fehler in einem Sicherheits-Patch für den Internet Explorer 6 mit Service Pack 1 ein. Wie der Software-Gigant nun einräumt, führt der Fehler nicht nur zum Programmabsturz, sondern öffnet zugleich ein neues Sicherheitsloch. Der für den 22. August 2006 in Aussicht gestellte überarbeitete Patch für den Internet Explorer wird nun erst erscheinen.
/ Ingo Pakalski
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Nach Microsoft-Angaben erfuhr der Konzern erst von Firmen aus dem IT-Sicherheitsumfeld davon, dass der Fehler im Sammel-Patch für den Internet Explorer ein neues Sicherheitsloch öffnet. In der vergangenen Woche wurde nur bekannt, dass der Internet Explorer 6 mit Service Pack 1 Schwierigkeiten bekommt , nachdem der Sammel-Patch aus dem Security Bulletin MS06-042(öffnet im neuen Fenster) eingespielt wurde.

Der Browser beendet sich dann, sobald Webseiten per HTTP 1.1 aufgerufen werden und dabei eine Kompression aktiviert ist. Dieser Fehler führt aber auch zu einem Buffer Overrun, den Angreifer dann ausnutzen können. Darüber lässt sich unter anderem beliebiger Programmcode ausführen. Nach Hersteller-Angaben sind derzeit keine entsprechenden Schadroutinen in Umlauf. Der Fehler tritt nach Redmond-Angaben nur unter Windows 2000 mit Service Pack 4 sowie Windows XP mit Service Pack 1 auf.

Eigentlich wollte Microsoft den überarbeiteten Sicherheits-Patch für den Internet Explorer 6 mit Service Pack 1 am 22. August 2006 veröffentlichen. Allerdings wurden kurz vor Beendigung der internen Tests neue Fehler gefunden, so dass der Erscheinungstermin des korrigierten Patches auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Einen neuen Termin hat Microsoft nicht genannt.


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