OSI soll Microsofts Shared-Source-Lizenzen anerkennen
Bereits im Dezember 2005 wurde der Open Source Initiative (OSI) die Microsoft Community License (Ms-CL) vorgelegt(öffnet im neuen Fenster) , um diese als Open-Source-Lizenz anzuerkennen. Diese hat einen "viralen" Charakter, da beim Einsatz von Ms-CL-lizenziertem Quelltext auch der übrige Quellcode in dieser Datei unter der Ms-CL stehen muss.
Wie bei der Mozilla Public License bezieht sich dies jedoch ausschließlich auf einzelne Dateien, nicht auf die komplette Software. Die Free Software Foundation hält diese Lizenz sowie die Microsoft Permissive License (Ms-PL) jedoch für frei genug nach der Free-Software-Definition.
Allerdings steckt hinter der Anfrage an die OSI nicht Microsoft selbst, sondern John Cowan(öffnet im neuen Fenster) , ein Programmierer aus New York. Darin sah das OSI ein Problem, es könne die Lizenz nicht aufnehmen, wenn der Copyright-Inhaber nicht zustimmt.
Bill Hilf, Microsofts Director for Platform Technology Strategy, sagte gegenüber eWeek.com(öffnet im neuen Fenster) , man müsse noch darüber nachdenken, wie man vorgehen wolle. Microsoft habe nichts dagegen, eine seiner Lizenzen von der OSI anerkennen zu lassen.
Hilf hat allerdings ein Problem damit, dass die OSI in der Vergangenheit bereits ihre negative Einstellung gegenüber Microsoft gezeigt habe. Zwar sind die so genannten Halloween-Dokumente – interne Unterlagen über Microsofts Linux-Strategie – nicht mehr direkt bei der OSI vorzufinden. Einen Verweis auf die Homepage des früheren OSI-Präsidenten Eric S. Raymond gibt es jedoch noch immer, der die Dokumente weiter anbietet. Man wolle erst sehen, dass sich die OSI von ihren Vorurteilen wegbewegt hat, bevor man die Prüfung der Lizenz zulasse, so Hilf gegenüber eWeek.
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