Smartphone mit Mini-Tastatur, WLAN, Bluetooth und SD-Card-Slot. Nach einem ersten Aufschub hat die Berliner Road GmbH das Linux-Smartphone S101 erneut verschieben müssen, will es aber nun im September 2006 auf der IFA in Berlin vorstellen. Das Tri-Band-Smartphone ist mit WLAN, Bluetooth und einem SD-Card-Steckplatz bestückt. Der Hersteller will die offene Linux-Software an Handy- und Notebook-Hersteller lizenzieren.
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Nach langer Wartezeit soll das Linux-Smartphone S101 – das der Hersteller sehr vollmundig als "Handy-PC" vermarktet – im September 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bei der ersten Produktankündigung im Februar 2005 war der November vergangenen Jahres als Marktstart anvisiert. Im November 2005 wurde die Markteinführung dann auf Anfang 2006 verschoben, was bislang nicht eingelöst wurde. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2006 in Berlin will Road das Linux-Smartphone erstmals vorstellen. Wann das Gerät auf den Markt kommt, ist allerdings nicht bekannt.
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Road will die offene Linux-Software zur Weiterentwicklung zur Verfügung stellen und die so genannte "HandyPC-Plattform" an Handy- und Notebook-Hersteller lizenzieren. Die Bauform des S101 erinnert stark an Nokias Communicator-Serie. Oberhalb der typischen Handy-Klaviatur thront im Falle des S101 ein monochromes Außendisplay mit einer Auflösung von 102 x 65 Pixeln, um vornehmlich die reinen Telefonfunktionen abzuwickeln. Nach Aufklappen des Geräts kommen die PDA-Funktionen zum Vorschein. Dann stehen eine Mini-Tastatur im QWERTZ-Layout mit deutschen Umlauten und ein TFT-Touchscreen mit einer Auflösung von 640 x 240 Pixeln und maximal 262.144 Farben bereit.
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Zugeklappt misst das Smartphone 128 x 60 x 25 mm und ist somit ungefähr so groß wie das aktuelle Communicator-Modell von Nokia. Der interne Speicher beträgt 128 MByte und kann über einen SD-Card-Steckplatz erweitert werden. Den Antrieb übernimmt Intels XScale-Prozessor vom Typ PXA 263, der mit einer Taktrate von 400 MHz läuft. Das Smartphone wird – anders als angekündigt – zunächst nur in einer Tri-Band-Version vorgestellt, erklärte Road gegenüber Golem.de. Eine Quad-Band-Variante für die GSM-Netze 850, 900, 1.800 sowie 1.900 MHz folgt erst zu einem späteren, nicht genannten Zeitpunkt. Beide Modelle unterstützen EDGE, GPRS der Klasse 12, WLAN nach 802.11b sowie Bluetooth 1.2 und verfügen über eine Infrarotschnittstelle.
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Das im S101 steckende Betriebssystem beruht auf dem Linux-Kernel 2.6.x und verwendet Trolltechs Qtopia-Bedienoberfläche. Zu den Applikationen gehören PIM-Applikationen für die Verwaltung von Adressen, Terminen, Notizen und Aufgaben. Diese sollen sich mit Outlook oder Evolution synchronisieren lassen. Zudem liegen dem Gerät ein HTML-Browser, ein E-Mail-Client sowie Anzeigeprogramme für Word-, Excel- und PDF-Dateien bei. Auch ein Musik-Player, ein Zeichenprogramm, eine Diktierfunktion und Applikationen für den Remote-Zugriff sollen nicht fehlen.
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Das 210 Gramm wiegende Gerät soll mit einer Akkuladung eine Nutzungsdauer von 4 Stunden liefern und im Bereitschaftsmodus rund 10 Tage durchhalten. Bei aktivierter WLAN-Funktion reduzieren sich die Akkulaufzeiten aller Voraussicht nach nochmals erheblich. Werden die PDA-Funktionen ohne aktiviertes Mobiltelefon genutzt, verlängert sich die Nutzungsdauer nach Herstellerangaben auf immerhin 5 Stunden. Im Gerät selbst ist keine Digitalkamera enthalten, aber es soll eine ansteckbare Variante in Form einer 2-Megapixel-Digitalkamera als Zubehör geben.
Road will das S101 im September 2006 auf der IFA in Berlin zeigen; einen Termin für den Marktstart gibt es noch nicht. Weiterhin wird ein Preis von rund 1.400,- Euro für das Linux-Smartphone angepeilt, wie der Hersteller auf Nachfrage erklärte.