Abo
  • Services:

Mehr Farben für Displays durch künstliche Muskeln

Geregelter Kaleidoskop-Effekt durch optische Polymere

In der Schweiz arbeiten Wissenschaftler derzeit an einem Verfahren, mit dem sich Kunststoffverbindungen beim Anlegen einer Spannung wie ein Muskel verhalten. Sie bilden damit Refraktionslinsen, die einen Teil des sichtbaren Lichts so fokussieren, dass zukünftige Displays eine weitaus höhere Farbtiefe erreichen können.

Artikel veröffentlicht am ,

Digitale Bildschirme, gleich ob LCDs, Plasmas oder Beamer, haben in der Regel ein prinzipbedingtes Problem: Der Farbraum entspricht nicht dem menschlichen Sehen, selbst bei den üblichen 16,7 Millionen möglichen Farben lassen sich bei feinen Verläufen wie etwa einem blauen Himmel noch Abstufungen ausmachen.

Stellenmarkt
  1. Consors Finanz, München
  2. FAST LTA AG, München

Zwar ist die Lichtquelle in der Regel mit einem relativ reinen Weiß ausgestattet, doch die digitalen Schalter lassen nur einen Teil dieses Spektrums durch. Das wollen Forscher der ETH Zürich nun ändern: Sie haben aus einem neuartigen Kunststoff feine Linsen konstruiert, die an die Stelle etwa von LCD-Pixeln treten sollen. Die Linsen werden von hinten beleuchtet und durch Anlegen einer Spannung gekrümmt. Da die Mikro-Optiken wie ein Kaleidoskop das Farbspektrum des Lichts aufspalten, können sie sehr viele Farben hervorbringen. Über einen Spalt an der Oberseite des optischen Elements wird, je nach Krümmung der Linse, nur eine bestimmte Wellenlänge durchgelassen.

Ihre Entdeckung bezeichnen Manuel Aschwanden und Andreas Stemmer von der ETH Zürich auch als "künstlichen Muskel", da das Polymer sich wie biologische Muskeln verhält, die ebenfalls spannungsgesteuert arbeiten. Die Spannung stellte sich auch als das Kernproblem heraus, denn anfangs waren noch etwa 1.000 Volt nötig, um das Polymer definiert zu verformen, inzwischen klappt das Verfahren auch schon mit 300 Volt, was die Forscher für kommerzielle Anwendungen für geeignet halten. Wann derartige Displays jedoch serienreif sein könnten, geben die Wissenschaftler noch nicht an.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sind in der Zeitschrift Optics Letters in der Ausgabe 17 vom 9. August 2006 nachzulesen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Vive Pro vorbestellbar
  2. 39,99€ statt 59,99€
  3. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  4. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Toreon 22. Aug 2006

Hmm... Ist das nicht eine irritierende Namenswahl, aufgrund der Forschung bei künstlichen...

Toreon 22. Aug 2006

Nicht unbedingt. Es ist aber auch eine Frage der Sehkraft ;) Außerdem ist damit nur...

ROFLMAO 21. Aug 2006

You made my day :)

Mac Jack 21. Aug 2006

Wennste deinem Display ne künstliche Intelligenz usw. einbaust, macht es das vielleicht...


Folgen Sie uns
       


HP Z2 Mini Workstation - Test

Die Z2 Mini Workstation G3 kann uns im Test überzeugen - und das nicht als sehr schnelle Maschine, sondern als gut durchdachtes Gesamtkonzept.

HP Z2 Mini Workstation - Test Video aufrufen
Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
Highend-PC-Streaming
Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren

Geforce GTX 1080, 12 GByte RAM und ein Xeon-Prozessor: Ab 30 Euro im Monat bietet ein Startup einen vollwertigen Windows-10-Rechner im Stream. Der Zugriff auf Daten, Anwendungen und Games soll auch unterwegs mit dem Smartphone funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?
  2. Rundfunk Medienanstalten wollen Bild Livestreaming-Formate untersagen
  3. Illegale Kopien Deutsche Nutzer pfeifen weiter auf das Urheberrecht

SpaceX: Rundum verbesserte Falcon 9 fliegt zum ersten Mal
SpaceX
Rundum verbesserte Falcon 9 fliegt zum ersten Mal

Landen, Auftanken und 24 Stunden später wieder starten. Das will SpaceX mit der neusten und endgültigen Version der Falcon-9-Rakete erreichen. In der letzten Nacht hat sie erfolgreich einen Satelliten für Bangladesch in den Orbit gebracht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Xbox Adaptive Controller ausprobiert: 19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme
    Xbox Adaptive Controller ausprobiert
    19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme

    Microsoft steigt in den Markt der zugänglichen Geräte ein. Der Xbox Adaptive Controller ermöglicht es Menschen mit temporärer oder dauerhafter Bewegungseinschränkung zu spielen, ohne enorm viel Geld auszugeben. Wir haben es auf dem Microsoft Campus in Redmond ausprobiert.
    Von Andreas Sebayang

    1. Firmware Xbox One erhält Option für 120-Hz-Bildfrequenz
    2. AMD Freesync Xbox One erhält variable Bildraten
    3. Xbox One Streamer können Gamepad mit Spieler teilen

      •  /