OSDL: Microsoft wird Office für Linux bringen
Stuart Cohen, Chef der Open Source Development Labs (OSDL), zeigte sich in einem Interview mit Vnunet(öffnet im neuen Fenster) davon überzeugt, dass Microsoft sein Office-Paket in einer Linux-Variante veröffentlichen wird. Der Hersteller hätte dies schon für MacOS getan und werde es nun auch für das freie Betriebssystem machen.
Microsoft bleibe nichts anderes übrig, um der Verbreitung von OpenOffice.org entgegenzutreten, so Cohen. Daher geht er auch von einer kostengünstigen Lösung aus, an eine Open-Source-Variante hingegen glaubt Cohen nicht. Auch andere Firmen hätten einen solchen Schritt schon gewagt: Oracle veröffentlichte eine kostenlose Version der Datenbank 10g, um damit den Open-Source-Datenbanken entgegenzutreten.
Auf der LinuxWorld Expo 2005 in London hatte Microsoft jedoch bestritten, Office für Linux anbieten zu wollen. Selbst wenn Linux wichtiger werde als MacOS, wolle der Konzern seine Office-Suite nicht auf Linux portieren, hieß es damals.
Wer Microsoft Office bisher unter Linux einsetzen möchte, ist auf die Umsetzung des Windows-API Wine(öffnet im neuen Fenster) oder die kommerzielle Variante CrossOver Office angewiesen.
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