Boeing: Aus für Internet in Flugzeugen und auf Schiffen
Bis zuletzt suchte der Konzern nach einem Käufer für den seit der Gründung im Jahr 2000 nicht profitablen Dienst, schrieb das Wall Street Journal Ende Juli 2006. Nun ist das Aus für den Dienst offiziell: Boeing will zusammen mit seinen Kunden Wege finden, einen geordneten Rückzug zu vollziehen.
Für die Fluggesellschaften fallen bis zu 500.000 US-Dollar Installationskosten für Connexion-Systeme pro Flugzeug an. Connexion versorgt einige Langstreckenflüge unter anderem von Lufthansa, Japan Airlines und Singapore Airlines per Satellit mit dem Internet und verlangt für eine Stunde 9,95 US-Dollar und für zwei Stunden 14,95 US-Dollar. Drei Stunden kosten 17,95 US-Dollar. Ein 24 Stunden gültiges Login ist für 26,95 US-Dollar erhältlich. Im Kurzstreckenverkehr setzten sich die Systeme hingegen nicht durch.
Viele Passagiere wollen offenbar über den Wolken nicht online sein – zumal die Stromversorgung im Passagierbereich für mehr als einer Hand voll Notebooks nicht ausreicht. Die mit dem Connexion-by-Boeing-Service ausgestatteten Flugzeuge verfügen über Ethernet-Anschlüsse und/oder eine WLAN-Verbindung nach 802.11a/b/g.
Für sein zweites Fiskalhalbjahr wird Boeing wegen des Ausstiegs aus dem Internetgeschäft bis zu 320 Millionen US-Dollar als Sonderausgaben verbuchen müssen, darunter vor allem Abschreibungen. Ab dem nächsten Jahr soll ein positiver Ergebnisbeitrag von 15 US-Cent pro Aktie durch die Deinvestition entstehen.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.