Open-Source-Software zwischen Moral und Freiheit
Wie weit geht Freiheit?
Allein die Tatsache, dass die FSF hierzu rechtlich nicht verpflichtet ist, erklärt aber noch nicht, warum man sich dort derart reserviert gegenüber der "no-military-Lizenz" zeigt. Was kann an einer Lizenz auszusetzen sein, die es verbietet, die hierunter stehende Software in einer Weise zu nutzen, die Menschen schadet? Um dies und das Verhalten der FSF zu verstehen, ist es nötig mehr über die Philosophie zu wissen, die hinter dem Prinzip der freien und Open-Source-Software steht. So gibt es klare Definitionen darüber, was "frei" in Bezug auf freie Software bedeutet. Dies regelt zum einen die Free-Software-Definition der FSF und zum anderen die Open-Source-Definition der Open Source Initiative (OSI).
Die ähnlich lautenden Regelwerke stellen Kriterien auf, die jede freie Software erfüllen muss, um so bezeichnet werden zu können. Hiernach darf freie Software von jedermann für jeden Verwendungszweck und frei von Lizenzgebühren genutzt werden. Das Verbot der Diskriminierung von Personen und Verwendungszwecken wird dabei sehr ernst genommen. Die Free-Software-Definition dazu: "The freedom to run the program means the freedom for any kind of person or organization to use it on any kind of computer system, for any kind of overall job and purpose, without being required to communicate about it with the developer or any other specific entity."
"Jeder" ist hiernach jede Person, jedes Unternehmen und jede Institution. Damit ist auch ein Ausschluss militärisch operierender Firmen oder derart agierender staatlicher Einrichtungen mit der Definition von freier Software inkompatibel. Gleiches gilt für Einschränkungen der Verwendungsfreiheit. Ziffer 6 der Open-Source-Definition sagt es ganz deutlich: "The license must not restrict anyone from making use of the program in a specific field of endeavor. For example, it may not restrict the program from being used in a business, or from being used for genetic research." Ganz gleich also, was der Nutzer mit der Software machen will: Bei Open Source geht die Verwendungsfreiheit jeglichen ethischen, moralischen oder sonstigen Bedenken vor.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Open-Source-Software zwischen Moral und Freiheit | Open-Source-Software zwischen Moral und Freiheit |







Wie meinst Du das?
Außer bei gewissen Normabweichlern? Nebenbei, wolltest du Kinder gegen Übergriffe...
Für mich hat diese Thematik vor allem eines: Signalwirkung vor der man nicht die Augen...
Für mich hat diese Thematik vor allem eines: Signalwirkung vor der man nicht die Augen...