China: SMS mit 13.000 Schriftzeichen
Im Rahmen einer Fallstudie hat Motorola gezeigt, wie Chinesen eine SMS schreiben können. Zum Einsatz kommt jedoch kein klassischer Touchscreen – der wäre in der Produktion viel zu teuer – sondern ein System, mit dem der Nutzer die Zeichen malen kann.
Die Entwickler der Motorola Labs Shanghai mussten dabei mehrere technische Hürden überwinden: Zum einen stand mit einer gewöhnlichen Handytastatur nur ein sehr begrenzter Raum zur Verfügung, auf dem gemalt werden kann. Zum anderen muss die Technik, um exakt zu arbeiten, genau den Druckpunkt im Zentrum des Fingers erfühlen, um so exakt zu bestimmen, welche Laute gezeichnet werden.
Die Forscher entschieden sich für eine kapazitive Drucktechnik, wie sie auch in Lift-Knöpfen verwendet wird und kombinierten sie mit einer Schrift-Erkennunngs-Software, die den Tipppunkt des Fingers bestimmen, Schriftzüge erkennen und mögliche weitere Zeichen bzw. Worte ähnlich wie T9 voraussagen kann.
Den Forschern gelang es schließlich, ein System zu entwickeln, das Zeichen erkannte, die mit einem Zug ausgeführt wurden. Zugleich konnte das System auch Zeichen identifizieren, die in einer anderen als der üblichen Reihenfolge gezeichnet wurden. Schließlich wurde eine Silbenerkennung hinzugefügt, die auf Pinyin-Unterstützung(öffnet im neuen Fenster) basiert und selbst weitere Silben bzw. mögliche Wörter vorschlägt.
Ende 2004 wurden erste Prototypen getestet. Inzwischen gibt es in China drei Mobiltelefone von Motorola, die die Schreibtechnik unterstützen. Wie das aussieht, demonstriert Motorola in einem kurzen Video(öffnet im neuen Fenster) .
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