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Google hat Angst vorm "googeln"

Anwälte drängen auf die markentreue Nutzung des Begriffs. Google hat es nicht nur in das Oxford English Dictionary und das Merriam-Webster's Collegiate Dictionary, sondern auch hier zu Lande mit dem Verb "googeln" in den Duden geschafft. Doch der Suchmaschinenanbieter hat Angst um seine Marke und mahnt in Anwaltsschreiben zur korrekten Benutzung des Wortes.
/ Jens Ihlenfeld
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Einige US-Medien hat Google in Anwaltsschreiben aufgefordert, das Wort "googeln" doch bitte korrekt zu nutzen. Denn Google hat Angst, dass die eigene Marke in den allgemeinen Sprachgebrauch übergeht und man die Markenrechte verliert, das bestätigte auch Google-Pressesprecher Stefan Keuchel gegenüber dem Berliner Radiosender 100,6 Motor FM(öffnet im neuen Fenster) .

Als Negativ-Beispiele führte Keuchel AEGs Marke Fön(öffnet im neuen Fenster) und Walkman(öffnet im neuen Fenster) an, Begriffe an denen die Markeninhaber die Rechter verloren, da diese in den allgemeinen Sprachgebrauch übergingen.

Daher legt man bei Google Wert darauf, dass "googeln" als das "Suchen bei bzw. mit Google" verstanden wird, nicht allgemein als "Suchen im Internet". Darauf hat Google auch bei der Duden-Redaktion gedrängt und so heißt der Dudeneintrag denn auch: "goo|geln (mit Google im Internet suchen); ich goog[e]le" (Quelle: Duden – Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage Mannheim 2006 [CD-ROM]).


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