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Automatisch bildschön: Software macht Gesichter attraktiver

Software lernt was als schön gilt und passt Bilder diesem Ideal an. Es ist kein großes Geheimnis, dass die Bilder von Covermodells von Spezialisten elektronisch aufgehübscht werden, bevor sie die Titelblätter der Illustrierten zieren dürfen. Der aufwändige Prozess wird bislang in Handarbeit erledigt – doch ein Forscher der Universität Tel Aviv hat nun ein Verfahren entwickelt, das das Verschönern von Portraits automatisieren soll.
/ Andreas Donath
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Tommer Leyvand hat dazu nicht etwa eine Software entwickelt, die ein bisschen gesundere Hauttöne zaubert und Fältchen samt Hautunreinheiten beseitigt – seine Software ist vielmehr mit als hübsch bewerteten Portraits angelernt worden. Aus neu eingelesenen Frontalportraits soll die Software so schönere Gesichter zaubern.

Die Beispiele, die Leyvand dazu auf seiner Website hinterlegt hat, zeigen die Möglichkeiten des Programms. So wird vor allem die linke und rechte Gesichtshälfte einander angenähert. Die Größe und Position der Augen zur Nase wird angeglichen und unterschiedliche Ausprägungen von Wangen, Augenbrauen und – Lidern werden harmonisiert.

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Die Software stützt sich dabei auf einen "Erfahrungsschatz" – Gesichtsproportionen, die von menschlichen Bewertern als besonders attraktiv eingestuft wurden, dienen dabei als Ausgangsbasis für die Bildmanipulationen. 2005 hatte ein Team unter der Leitung von Leyvands Kollegen Yael Eisenthal die Attraktivität von 200 Portraits bewerten lassen. Die Software vermaß dann die Proportionen der als hübsch bewerteten Gesichter. Auf dieser Basis wurde ein "Schönheits"-Algorithmus entwickelt, der neue Aufnahmen beurteilen kann.

Leyvand entwickelte daraufhin eine weitere Software, die diesen Algorithmus nutzt, um Gesichter schöner zu machen. Der Forscher präsentierte seine Software, die noch nicht verfügbar ist, auf der Siggraph 2006. Leyvand kann sich vorstellen, dass seine Methoden in Bildbearbeitungsprogramme übernommen werden könnten.


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