Abo
  • Services:

Siliziumgras: Nanokletten nicht nur für Chips

Nanonadeln aus Silizium verbinden Chips miteinander

Eine "Klettverschluss" auf Nanoebene zur Verbindung von Halbleiterchips haben Nachwuchswissenschaftler des Instituts für Mikro- und Nanotechnologien der TU Ilmenau entwickelt. Das Verfahren nutzt eine Nadelstruktur im Silizium, die ähnlich einem Klettverschluss funktioniert und entstand im Rahmen der Promotionsarbeit von Diplomingenieur Mike Stubenrauch.

Artikel veröffentlicht am ,

Erzeugt wird die feine Struktur aus Siliziumnadeln durch Aufrauen der Oberfläche des Bauelements. Zu diesem Zweck wird das Silizium mit geladenen Teilchen so lange beschossen, bis lange, spitze Nadeln entstehen. Gegeneinander gedrückt sollen sich diese Nadeln ineinander verkeilen und den Bauteilen festen Halt geben.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn-Beuel
  2. UnternehmerTUM GmbH, Garching bei München

Aufgrund der Ähnlichkeit zu einer Rasenstruktur sprechen die Wissenschaftler auch von Siliziumgras. Auf einem Quadratmillimeter Chipfläche stehen dabei bis zu 4 Millionen Nadeln, die maximal 20 Mikrometer lang und rund einen halben Mikrometer breit sind.

Im Experiment ließ sich die Funktionsfähigkeit der Technik den Forschern zufolge nachweisen. Die Verbindungsstellen seien flüssigkeitsdicht und sollen sich auch leicht gasdicht machen lassen. Daher sei die Technik nicht nur für die Chipproduktion interessant, sondern auch für Bereiche wie Biologie, Chemie und Medizin. Man habe bereits winzige Behältnisse für chemische oder biologische Reaktionen über eine Nadelstruktur verschließen können, in denen sich beispielsweise Zellen kultivieren lassen sollen.

Bisher werden die Bauteile miteinander verklebt, die Klettverschlüsse sollen aber ohne aufwändige Vorbereitung der Oberflächen und ohne hohe Temperaturen auskommen. Bis zu fünf Mal sollen sich die Klettverschlüsse bei jeder beliebigen Temperatur zusammengefügen und wieder lösen lassen.

Beschrieben wird die Siliziumgras-Technik im Journal of Micromechanics and Microengineering (Juni 2006, Bd. 16., S. 82 ff.) unter der Überschrift "Black silicon - new functionalities in microsystems".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-80%) 11,99€
  2. 34,99€ (erscheint am 14.02.)
  3. 4,99€

Bibabuzzelmann 15. Aug 2006

:)

huahuahua 15. Aug 2006

Hohler Quatsch, "unsere Spitzenkonzerne" gibt es schon lange nicht mehr, ist alles...

huahuahua 15. Aug 2006

Wenn es nicht schon fünf mal geöffnet und wiederverschlossen wurde, sich damit also...

mike stubenrauch 15. Aug 2006

Also ich bin mit meinem Namen ganz zufrieden.

mike stubenrauch 15. Aug 2006

Ja, so in der Art soll das auch funktionieren.


Folgen Sie uns
       


LG V40 ThinQ - Test

Das V40 Thinq ist LGs jüngstes Top-Smartphone, das mit drei Kameras auf der Rückseite und zwei auf der Vorderseite in den Handel kommt.

LG V40 ThinQ - Test Video aufrufen
Far Cry New Dawn im Test: Die Apokalypse ist chaotisch, spaßig und hat Pay to Win
Far Cry New Dawn im Test
Die Apokalypse ist chaotisch, spaßig und hat Pay to Win

Grizzly frisst Bandit, Buggy rammt Grizzly: Far Cry New Dawn zeigt eine wunderbar chaotische Postapokalypse, die gerade bei der Geschichte und dem Schwierigkeitsgrad viel besser macht als der Vorgänger. Schade, dass die bunte Welt von Mikrotransaktionen getrübt wird.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Far Cry New Dawn angespielt Das gleiche Chaos im neuen Gewand
  2. New Dawn Ubisoft setzt Far Cry 5 postapokalyptisch fort

Raumfahrt: Aus Marzahn mit der Esa zum Mond
Raumfahrt
Aus Marzahn mit der Esa zum Mond

Die Esa versucht sich an einem neuen Ansatz: der Kooperation mit privaten Unternehmen in der Raumforschung. Die PT Scientists aus Berlin-Marzahn sollen dafür bis 2025 einen Mondlander liefern.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. SpaceIL Israelischer Mondlander ist unterwegs
  2. Raumfahrt Die Nasa will schnell eine neue Mondlandefähre
  3. Chang'e 4 Chinesische Sonde landet auf der Rückseite des Mondes

Struktrurwandel: IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
Struktrurwandel
IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen

In Cottbus wird bald der letzte große Braunkohle-Tagebau zum Badesee. Die ansässige Wirtschaft sucht nach neuen Geldquellen und will die Stadt zu einem wichtigen IT-Standort machen. Richten könnten das die Informatiker der Technischen Uni - die werden aber direkt nach ihrem Abschluss abgeworben.
Von Maja Hoock

  1. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  2. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  3. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel

    •  /