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Spieletest: Micro Machines V4 - Racing im Kleinformat

Codemasters bringt neue Version der Mini-Flitzer. Gut 15 Jahre hat die Micro-Machines-Reihe auf Spielekonsolen nun schon auf dem Buckel. Über die Zeit hat sich nie besonders viel am Spielprinzip geändert – immer ging es darum, winzige Fahrzeuge aus der Vogelperspektive über witzige Kurse zu lotsen. Auch bei der jüngsten Neuauflage Micro Machines V4 hat Codemasters dieses Prinzip nicht angetastet.
/ Thorsten Wiesner
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Um es gleich vorwegzunehmen: Wer es anno 2006 für antiquiert hält, ein Autorennen aus der Vogelperspektive zu steuern, wird Micro Machines V4 kaum etwas abgewinnen können. Wenn Codemasters im Vergleich zu den Vorgängern etwas wirklich spürbar geändert hat, dann nämlich nur den Umfang: Es gibt deutlich mehr Fahrzeuge, Kurse und Waffen; grundsätzlich gilt es aber weiterhin nur per Knopfdruck Gas zu geben, Extras einzusammeln, in den Kurven beeindruckende Slides hinzulegen und Kontrahenten mit Maschinengewehren und Raketen vom Kurs zu putzen.

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Der besondere Witz von Micro Machines lag natürlich unter anderem schon immer an den umgekehrten Größenverhältnissen – da die Autos so klein sind, erscheint die Umgebung, durch die gerast wird, riesig. Und so werden Herdplatten oder eine Spüle zu beeindruckend großen und vor allem gefährlichen Hindernissen auf dem Weg zur Pole Position. Das Spektrum der Kurse deckt dabei wieder alle möglichen Alltagsumgebungen ab, so dass durch Küchen und Bäder ebenso gefahren wird, wie auf einer Gartenstrecke oder einem Billardtisch.

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Auch bei den Rennmodi wird das Übliche geboten: Entweder gibt es Checkpunkt-Wettbewerbe oder es muss so viel Vorsprung erlangt werden, dass der Kontrahent aus dem Bildschirm "verschwindet" – dann hat sich die Fahrt für ihn auch erstmal erledigt. Mit den diversen Extras dürfen zudem die Karosserien der Konkurrenz bearbeitet werden, was sich durchaus auf Handling und Geschwindigkeit auswirkt beziehungsweise natürlich auch zum Ausscheiden führen kann.

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Die unzähligen Fahrzeuge lassen sich zwar in diverse Fahrzeug-Klassen einteilen und unterscheiden sich teils durchaus spürbar bei Tempo und Beschleunigung, trotzdem reicht das Freischalten neuer Bolliden nur begrenzt, um die Motivation dauerhaft aufrecht zu erhalten. Dafür entpuppt sich natürlich auch diesmal wieder der Multiplayer-Modus als eigentliches Highlight: Vier Spieler können via Splitscreen extrem unterhaltsame Stunden verbringen – bei denen es dann auch weniger als im Solo-Modus stört, dass die Kamera-Perspektive teilweise etwas unglücklich und unübersichtlich ist.

Optisch ist Micro Machines V4 sicherlich etwas hübscher als frühere Micro-Machines-Titel, vor allem die 3D-Modelle der Fahrzeuge sehen ansprechender aus; eine optische Meisterleistung ist der Titel aber weder auf PS2 noch auf PC.

Micro Machines V4 ist für PC und Playstation2 bereits im Handel erhältlich und kostet etwa 45,- Euro.

Fazit:
Ebenso wie die Hochzeiten der Micro Machines im Spielwarengeschäft schon einige Zeit zurückliegen ist auch der Glanz von den Videospielumsetzungen über die Jahre immer weiter verloren gegangen. Sicher, im Mehrspieler-Modus ist Micro Machines V4 immer noch eine Klasse für sich, auch das kann aber nicht über die fehlenden neuen Ideen hinwegtäuschen. Für ein paar Runden zwischendurch ist Micro Machines V4 immer mal wieder gut; selbst Fans hätten sich aber sicherlich etwas mehr von dieser Neuauflage erwartet.


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