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Spielebranche: E3-Nachfolger vom CES-Veranstalter?

US-Branchenverbände im Wettstreit um eine neue Spielefachmesse

Die US-Spielefachmesse E3 ist nicht mehr, zumindest nicht in der altbekannten Form eines tösenden Zirkus mit teuren Ständen. Während Publisher und Entwickler noch rätseln, wie die E3-Nachfolgerin des US-Branchenverbands ESA aussehen wird, erwägt nun ein weiterer Industrieverband, eigene Spiele-Veranstaltungen aufzubauen.

Die Consumer Electronics Association, kurz CEA, veranstaltet bereits die große Unterhaltungselektronikmesse Consumer Electronics Show (CES), das amerikanische Pendant zur Berliner Funkausstellung. Auf der CES, die ironischer Weise bereits selbst kurz vor dem Aus stand, waren Computer- und Videospiele bisher eher eine Randerscheinung, seit die E3 im Jahr 1994 startete. Allerdings sollen zumindest 11 Prozent der CES-Besucher ein Interesse an Spielen und dafür nötiger Hardware haben.

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Nun hat die CEA ein Beraterkomitee gegründet, um den Bedarf für eine Spiele- und Unterhaltungs-Veranstaltung an der Westküste der USA zu ermitteln. Vorsitzende sind Karen Chupka und Dan Cole, unterstützt werden soll das Komitee unter anderem von Auravision, Majesco Entertainment und dem Online-Spiele-Publisher NCsoft.

Stattfinden könnte die geplante Spielemesse laut dem Branchenverband bereits im späten Frühjahr 2007. Damit würde sie mit einer E3-Nachfolgerin der ESA konkurrieren, sofern diese weiterhin im Mai 2006 stattfinden wird. Die jährlich im August stattfindende Leipziger Games Convention muss damit keinen Konkurrenten fürchten. Chupka zufolge denke die CEA über Las Vegas und Los Angeles für die neue mögliche neue Spielemesse nach; in Las Vegas findet bereits jeden Januar die CES statt.

Während bei der E3 seitens der großen Publisher vor allem die hohen Kosten für die Messebeteiligung angeführt wurden, bedingt durch pompöse Stände, erhoffen sich die kleineren Aussteller oder auch ohne einen Stand auskommende Entwickler durch die Präsenz der großen Unternehmen mehr Aufmerksamkeit. Letztlich gab es eine Messe in der Messe - Stände für die Massen, Konferenzräume für Präsentationen und Gespräche, wie es bei großen Veranstaltungen dieser Art üblich ist. Die E3-Nachfolgerin soll sich auf Konferenzräume beschränken und nur noch an ein ausgewähltes Fachpublikum richten.

"Seit sich die ESA entschied, die E3 in ihrer bekannten Forum zu eliminieren, sind wir mit Anfragen überschwemmt worden, ob wir die Messe-Bedürfnisse von kleineren Video-Unterhaltungs-Unternehmen erfüllen könnten", so CEA-Chef Gary Shapiro. Seit dieser Woche werde nach Möglichkeiten gesucht, der Spiele-Gemeinde zu helfen.

Messen seien für kleine Unternehmen und Firmengründer die sinnvollste Methode, um Zugang zu Medien, Käufern und Investoren zu finden, so Shapiro. Fast 80 Prozent der CEA-Mitglieder - darunter auch einige Firmen aus der Spielebranche - würden jährlich weniger als 10 Millionen US-Dollar im Jahr umsetzen.


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