Freie Java-Klassenbibliotheken nutzen Cairo
In der neuen GNU-Classpath-Version ist die 2D-Bibliothek Cairo nun fest implementiert. Beim Kompilieren ist es daher nicht länger notwendig, Cairo explizit anzuschalten. Da die Grafikbibliothek durch das GTK-Toolkit erst seit Version 2.8 unterstützt wird, benötigen Entwickler mindestens diese Version, wenn sie GTK mit Classpath einsetzen wollen. Die Implementierung von Cairo ermöglicht weitere Anwendungen direkt mit Classpath zu nutzen. Dazu zählen JEdit, FlickrBackup und JFreeChart.
Durch ein neues Plug-In kann Classpath Applets in Mozilla-Browsern anzeigen. Das Plug-In funktioniert dabei auf jeder von Classpath unterstützten Architektur, wozu auch 64-Bit-Plattformen zählen. Ein separater Applet-Betrachter ist ebenfalls enthalten, der sich in andere Anwendungen einbetten lässt. Ferner enthält die neue Classpath-Version eine alternative Implementierung des Abstract Windowing Toolkits (AWT), welches das X-Protokoll direkt nutzt. Diese basiert auf Escher, einer kompletten Umsetzung des X-Protokolls in Java. Des Weiteren kann Classpath Midi-Dateien lesen und schreiben sowie AU- und WAV-Dateien lesen. Zusätzlich sind neue Methoden enthalten, um GIF- und PNG-Bilder zu lesen und zu erstellen.
Für Entwickler bietet Classpath 0.92 etliche neue Klassen. Wie immer existiert auch bei Version 0.92 eine experimentelle Edition, die Funktionen aus Java 1.5 unterstützt. Damit sollen Entwickler auch mit der Entwicklungsumgebung Eclipse 3.1 Programme mit Java 1.5 entwickeln können. Die Standardedition von GNU Classpath hingegen unterstützt bisher nur einen Großteil der Funktionen aus Java 1.4, dies jedoch auch noch nicht komplett.
GNU Classpath 0.92 kann ab sofort unter ftp.gnu.org(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden.
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