Diskussionsstoff GPL v3 - Änderungen im Detail
Begriffe
Bei einem Lizenztext, der nur in englischer Sprache existiert und der trotzdem auf der ganzen Welt funktionieren soll, stellt sich das Problem der Auslegung von Begriffen. So war in der deutschen Rechtsliteratur umstritten, ob der englische Begriff "distribute" auch erlaubt, GPL-Software im Internet zugänglich zu machen. In der GPL v3 soll dieses Problem nun dadurch vermieden werden, dass auf rechtlich feststehende Begriffe wie "verbreiten" (distribute) verzichtet wird und stattdessen eigene Termini verwendet werden. So nennt der neue Lizenztext jegliche Nutzung "to propagate" (verbreiten, vermehren), die verschiedenen Vertriebsformen werden mit dem Terminus "to convey" (transportieren, übermitteln) umschrieben.
Auch der problematische Begriff "derivative work", der in der GPL 2 Bearbeitungen von GPL-Code bezeichnet, wurde aus dem neuesten Entwurf weitgehend verbannt. Statt dessen ist hier die Rede von "modified work" oder "work based on the program".
Änderungen an der LGPL
Die Lesser General Public Licence ist eine Lizenz, die speziell für den Einsatz für Software-Bibliotheken entwickelt wurde. Sie zeichnet sich gegenüber der GPL durch eine abgeschwächte Copyleft-Regelung aus, die ermöglichen soll, dass unter der GPL stehende Bibliotheken mit proprietärer Software kombiniert und gemeinsam vertrieben werden können.
Der Entwurf für eine LGPL v3 wurde vor allem in sprachlicher Hinsicht überarbeitet. Der Text verweist nunmehr in wesentlichen Teilen auf die GPL, wodurch die LGPL wesentlich kürzer geworden ist. Zudem wurden deren Regelungen an die neuere Entwicklung angepasst. Während die LGPL 2 noch sehr stark auf den Vertrieb von Bibliotheken und Applikationen in einer ausführbaren Datei (Executable) fokussiert, wird nun auch die objektorientierte Programmierung stärker berücksichtigt. [von Till Kreutzer]
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Doch, muss man faktisch doch. Warum steht auch in der GPL selber drin: falls Du sie nicht...
Doch. Der Hurd ist der offizielle Kernel des GNU-Projekts. Und ich betone »ist« im...
Öhm... Das klappt aber nur bedingt. Windows schreibt dem User doch schon seit 95 vor was...
Da hab ich mir gedacht, dass die GPL sich wirklich zu einer "Freheitslizenz" entwickelt...