Suchmaschine findet geklaute Produktbilder
Für den Vertrieb von Plagiaten werden oft Bilder der echten Produkte verwendet. Somit unterstützen die hochwertigen und aufwendig erstellten Produktaufnahmen Plagiatsverkäufe. Auch bei Wiederverkäufen von Produkten oder bei Verkäufen durch Nichtvertragshändler werden gerne hochwertige Katalogaufnahmen des Herstellers verwendet. Hier gibt es lizenzierte Händler, die mit ihrer Lizenz Verträge mit den Herstellern eingegangen sind, die ihnen erlaubt, Bilder des Herstellers zu Verkaufs- oder Werbezwecken zu verwenden. Nichtlizenzierte Händler haben selten legalen Zugriff auf solch hochwertige Aufnahmen. Mit digitalen Wasserzeichen ist eine Aufdeckung und Verfolgung der unerlaubten Bildernutzung möglich.
Voraussetzung dafür, dass die Suche(öffnet im neuen Fenster) nach Plagiats-Verkäufern erfolgreich arbeitet ist jedoch, dass die Markenhersteller ein unsichtbares Wasserzeichen in ihre Werbebilder einbauen. Ist ein Wasserzeichen einmal in das Bild integriert, kann es nur mit größtem Aufwand entfernt werden. Weder ein Verkleinern oder Vergrößern noch ein Ausschneiden oder andere Veränderungen an den Bildern helfen dem Markenpirat, seine Spuren zu verwischen. "Nur der, der den Algorithmus und den geheimen Schlüssel des Wasserzeichens kennt, kann es überhaupt auslesen", sagt Diplom-Physiker Sascha Zmudzinski.
Bisher halfen mit digitalen Wasserzeichen geschützte Bilder nur bedingt weiter, da keine Suchmaschine diese Bilder systematisch aufspürte. Das System des Fraunhofer Instituts durchsucht dagegen regelmäßig die ins Netz gestellten Dateien.
Damit arbeitet die Wasserzeichenanalyse bei Bildern ähnlich wie der bereits zur CeBIT 2006 als Prototyp vorgestellte Tauschbörsen-Cilent, mit dem raubkopierte Musikdateien im Internet identifiziert werden können.
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