Joint Venture: Asus und Gigabyte planen neue Mainboard-Marke

Neues Label für neue Produkte, alte Marken bleiben bestehen

Im Jahr 2007 wollen die bisherigen Konkurrenten Asus und Gigabyte unter einem neuen Markennamen gemeinsam entwickelte Mainboards und Grafikkarten anbieten. Dennoch sollen die bisherigen Marken und auch die Ausrichtungen der Produktlinien erhalten bleiben.

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"Für den Endkunden ändert sich nichts" erklärte ein Sprecher von Asus gegenüber Golem.de. Er erklärte weiter, Asus und Gigabyte wollten auch nach Etablierung der neuen noch namenlosen Marke "harte Konkurrenten" bleiben. Beide Unternehmen wollen Details ihrer Kooperation nicht weiter kommentieren - offenbar geht es den Hardware-Riesen aber um eine bessere Positionierung als Auftragshersteller für PC-Komponenten, das so genannte OEM-Geschäft. Zahlreiche internationale Marken lassen ihre Mainboards und Grafikkarten in Taiwan fertigen und verkaufen sie dann in PCs unter eigenem Namen.

So gab laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters ein asiatischer Analyst an, dass sich Gigabyte mit dem neuen Joint Venture gegen das Unternehmen "Hon Hai" wehren wolle. Hon Hai ist einer der größten OEM-Hersteller in Taiwan und habe Gigabyte übernehmen wollen, berichtet Reuters. Schon länger mehrten sich die Gerüchte, dass Gigabyte unter finanziellen Problemen leidet, im März 2006 gab es auch Berichte, MSI wolle Gigabyte kaufen, was das angeschlagene Unternehmen aber umgehend dementierte. Durch die Finanzspritze von Asus ist nun offenbar eine elegantere Lösung gefunden.

Dass Gigabyte im neuen Unternehmen auch das Ruder führen wird, gaben die neuen Partner in einer gemeinsam verbreiteten Presseerklärung bekannt. Demnach werden die beiden Firmen insgesamt umgerechnet knapp 190 Millionen Euro in das Joint Venture investieren, Gigabyte hält 51 Prozent der Anteile, Asus 49 Prozent. Den Vorstandsvorsitzenden stell Gigabyte, ebenso wie drei Vorstände und den Aufsichtsratsvorsitzenden. Asus bekommt im Vorstand nur zwei Sitze.

Das neue Unternehmen soll im Januar 2007 den Betrieb aufnehmen und seine Produkte unter dem Namen "Gigabyte" anbieten. Für Asus ist die Beteiligung nichts ungewöhnliches: Unter der Marke "ASRock" biete die Asustek Computer Inc., so der volle Name von Asus, bereits seit Jahren vor allem besonders günstige Mainboards an. Statt einer Tochterfirma wie ASRock hat man sich nun aber offenbar durch die Hintertür an Gigabyte beteiligt, auch wenn die beiden Marken Asus und Gigabyte mit ihren vor allem im oberen Preissegment angesiedelten Produkten auf dem Einzelhandels-Markt weiterhin konkurrieren sollen.

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