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Spieletest: Fluch der Karibik - Die Suche nach dem Spielspaß

Umsetzungen für PS2 & PC (Ubisoft) sowie aktuelle Handhelds (Buena Vista Games). Trotz mäßiger Kritiken stellt Fluch der Karibik 2 derzeit diverse neue Einspielrekorde auf – sowohl in den USA als auch in Europa strömen die Zuschauer in Scharen ins Kino. Eine Videospielumsetzung darf da im umfangreichen Merchandising-Angebot natürlich nicht fehlen; schade nur, dass sowohl die PS2- und PC-Version als auch die Umsetzungen für Nintendo DS und PSP das Klischee liebloser Filmumsetzungen einmal mehr bestätigen.
/ Thorsten Wiesner
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Das von Ubisoft veröffentlichte PS2-Spiel "Fluch der Karibik – Die Legende des Jack Sparrow" lässt zunächst noch auf ein gelungenes Spielerlebnis hoffen – schließlich prangt der Entwicklername Bethesda Softworks auf der Packung und der Hinweis "Mit der Originalstimme von Jack Sparrow" deutet zumindest auf einen gewissen Atmosphäre-Bonus hin. Überhaupt stellt das Karibik-Szenario in der Theorie einen perfekten Hintergrund für ein spannendes Abenteuer dar: Piraten, exotische Schauplätze, Schätze und ein bisschen Mystik – daraus ließe sich eigentlich etwas nettes basteln.

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Die Praxis sieht dann aber leider ernüchternd monoton aus: Zwar darf im Spielverlauf als Jack Sparrow, Will Turner und später dann auch als Elizabeth Swann gespielt werden, fraglich ist nur, wie lange sich das der Spieler freiwillig antun will – das Gameplay besteht nämlich im Grunde nur aus uninspiriertem Button-Mashing. Ein paar Spezialattacken können zwar mit der Zeit freigeschaltet werden, neben Pistole, Säbel und Degen gibt es auch Extras wie Bomben; da die KI der oft in Scharen anstürmenden Kontrahenten aber nicht weiter erwähnenswert und der Schwierigkeitsgrad somit extrem niedrig ist, kann sämtliche Taktik getrost über Bord geworfen und immer nur stupide die Knöpfe gedrückt werden. Als "Auflockerung" dienen ein paar Rätsel, die ebenfalls immer nach demselben Schema ablaufen: meist muss auf der PS2 nur die Kreis-Taste gedrückt und danach der Analog-Stick ein bisschen gedreht werden, etwa um eine Kurbel zu bedienen oder ein Tor anzuheben.

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Die Grafik bleibt weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück, die deutsche Sprachausgabe ebenso – was nützt die berühmte Synchron-Stimme, wenn sie so lustlos drauflos parliert wie hier? Wirklich witzige Sprüche hört man nur selten, dafür wirkt vieles abgehackt und nicht ganz rund. Ähnliches gilt übrigens auch für die Zwischensequenzen und die teils ungelenken Animationen; ein paar Wochen Entwicklungszeit mehr hätten den Gesamteindruck des Titels sicherlich noch verbessern können, so bleibt ein sehr durchschnittliches und nicht allzu lang motivierendes Geprügel. Unbisoft hat übrigens auch eine Umsetzung für den PC in die Läden gebracht; die lag uns allerdings nicht zum Test vor.

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Nicht viel besser sieht es auch für die Handheld-Spieler aus; die von Buena Vista Games entwickelten Umsetzungen für Nintendo DS und PSP wurden zwar für die jeweilige Konsole separat entwickelt, wirklich überzeugen kann das Ergebnis aber in beiden Fällen nicht. Auf der PSP ist Fluch Der Karibik 2 ein recht simples Action-Kampf-Spiel, das entfernt an Prince of Persia erinnert, dessen Qualität aber zu keinem Zeitpunkt erreicht. Die Grafik enttäuscht, die Bedienung ist hakelig und ungenau, die Kameraposition immer mal wieder recht ungünstig. Auf dem Nintendo DS ist das Ganze ein wenig Rätsel-lastiger ausgefallen, enttäuscht aber vor allem auf Grund der Tatsache, dass die Hardware-Eigenheiten des DS wie der Touchscreen kaum sinnvoll ins Spielgeschehen einbezogen werden; Grafik und Dauermotivation sind hier ebenfalls nicht weiter erwähnenswert.

Fazit:
Fluch der Karibik 2 erfüllt leider alle negativen Vorurteile, die Spieler generell gegen Filmumsetzungen haben – sowohl auf der Playstation2 als auch auf den Handhelds DS und PSP wirken die Spiele von Ubisoft und Buena Vista Games unfertig und stellenweise recht lieblos. Die Technik enttäuscht ebenso wie das Gameplay, sonderlich lange wird sich wohl niemand mit diesen Programmen beschäftigen; selbst die größten Jack-Sparrow-Fans sollten ihr Geld also lieber in Kaffeetassen und Poster mit Johnny-Depp-Konterfei, als in diese Software investieren.


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