Interview: Herausforderung Print on Demand

Vito von Eichborn: "Die Auflage ist immer zu klein oder zu groß"

Während die Lager der Verlage überquellen, wird Print on Demand immer interessanter. Der Verleger Vito von Eichborn spricht im Interview über Literatur aus dem Netz, E-Books und überflüssige Buchwerbung.

Artikel veröffentlicht am , nz

Vito von Eichborn
Vito von Eichborn
Vito von Eichborn, geboren 1943, gründete 1980 mit Partnern (Fuldaer Verlagsanstalt) den Eichborn-Verlag, der mit Bestsellern wie "Sponti-Sprüche" und den Werken von Walter Moers für Aufsehen sorgte. Nach seinem Ausstieg ("Ich hatte mit 50 meine midlife crisis und wollte meinen Schuldenberg loswerden", heißt es auf seiner Homepage) war er unter anderem Geschäftsführer beim Rotbuch-Verlag und dem Europa-Verlag, der zwischenzeitlich zur Filmfirma Senator Entertainment AG gehörte.

Seit dem Ausstieg 2005 ist von Eichborn freischaffender Publizist, seit Juni 2006 gibt er die Buchreihe "Edition BoD" bei der Books on Demand GmbH heraus. Beim Tochterunternehmen des Buchgroßhändlers Libri erscheinen jährlich über 3.000 Titel von Selbstverlegern und kleinen Verlagen; Vito von Eichborn wählt monatlich einen Titel für die Edition aus. Die Golem.de-Schwesterpublikation Netzeitung.de sprach mit ihm über die Zukunft des Buchmarkts in Zeiten der Digitalisierung, A-, B- C- und Graswurzel-Autoren sowie virales Marketing bei Amazon.

Netzeitung: Sie haben in den letzten 35 Jahren Verlage gegründet, "Das kleine Arschloch" und "Die Andere Bibliothek" gleichzeitig herausgegeben, im Rahmen der New Economy Börsengänge und AG-Insolvenzen mitgemacht...

Vito von Eichborn: Nein, beim Börsengang war ich schon raus. Das hat mein Ex-Partner gemacht, sehr geschickt übrigens. Nur hat er dann das viele schöne Geld in lauter Unternehmen verbraten, die pleite gingen. Witzig ist, dass ich ihn etwa 1991 gefragt hatte, wie es mit einem Gang an die Börse wäre, und er mich auslachte. Nachdem der Achterbahn-Verlag, der am Eichborn-Verlag beteiligt war, es vorgemacht hatte, geschah es dann doch.

Netzeitung: Das ist der "Werner"-Verlag. War der damals schon am Eichborn-Verlag beteiligt?

Eichborn: Damals und immer noch. Der Insolvenzverwalter von Achterbahn ist immer noch am Eichborn Verlag beteiligt.

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