Thinstuff Touch: RDP-Server für Linux

X11 über RDP-Clients nutzen

Thinstuff Touch ist ein kommerzieller Remote-Desktop-Protocol-Server (RDP) für Linux, mit dem X11-Sitzungen über einen RDP-Client genutzt werden können. Das von Microsoft stammende Protokoll wurde dafür in eine angepasste X.org-Variante implementiert, die nur wenig Bandbreite in Anspruch nehmen soll und damit eine hohe Leistung im lokalen Netzwerk verspricht.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der Touch-Server soll mit RDP 5.0, 5.1, 5.2 sowie mit dem in Windows CE vorhandenen Client und dem freien Rdesktop kompatibel sein. Zudem unterstützt er eine verschlüsselte Verbindung, Protokoll-Komprimierung, Lauflängenkodierung, einen Bitmap-Cache und Vollbildmodus. Der Server soll für viele X11-Anwendungen optimiert sein, um so eine ideale Leistung zu bieten.

Dabei basiert der Server auf X.org 6.8.2 und bietet einen virtuellen Server mit virtuellem Framebuffer. Die Umwandlung von X11 zu RDP ist komplett konfigurierbar und kann an die persönlichen Anforderungen angepasst werden, so dass laut Hersteller nur wenig Bandbreite benötigt wird. Auch in Umgebungen, in denen ohnehin nur wenig Bandbreite verfügbar ist, soll der Touch-Server so noch funktionieren.

Der Terminalserver unterstützt die Benutzerverwaltung über eine Datenbank oder über Unix-Shadow-Passwörter. Die Authentifizierung kann entweder ebenfalls über Shadow oder über PAM ablaufen, zur Verwaltung steht ein Java-Client zur Verfügung. Dabei ist es auch möglich, die Komponenten des Server auf verschiedenen Maschinen, beispielsweise in einem Cluster, laufen zu lassen.

Getrennte Sitzungen können wieder aufgenommen werden. Zusätzlich beendet der Server existierende Sitzungen alleine, wenn kein Client verbunden ist. Außerdem verspricht der Anbieter, dass das Tastatur-Layout automatisch erkannt und eingestellt wird.

Die verfügbare Enterprise-Variante enthält zudem Load-Balancing-Komponenten und erlaubt es auch, Anwendungen wie OpenOffice.org und Firefox auf verschiedene Server zu verteilen. Laut Anbieter soll der Server bereits auf einer CPU mit 1 GHz sowie 256 MByte RAM laufen. Sowohl x86- als auch AMD64-Systeme werden unterstützt. Die Software funktioniert sowohl mit Linux-Kerneln der Version 2.4 als auch 2.6.

Demo-Versionen der RDP-Server stehen unter thinstuff.com zum Download bereit. Das Preismodell schlüsselt Thinstuff einzeln in einem PDF-Dokument auf, die Basislizenz kostet bei der Personal Edition 49,- Euro, 98,- Euro werden für die Small Business Edition Entry fällig und die Small Business Edition Standard kostet 295,- Euro.

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