Freenet gewinnt weniger DSL-Kunden

Mobilcom-Gruppe steigert Halbjahresumsatz auf 1,02 Milliarden Euro

Rund 1,02 Milliarden Euro Umsatz erzielte Mobilcom im ersten Halbjahr 2006, dies bedeutet einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Weniger erfreulich entwickelte sich das Ergebnis, schuld sei unter anderem die hängende Fusion mit Freenet. Zudem gewann der Konzern im zweiten Quartal deutlich weniger DSL-Kunden als im Vorjahr.

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Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging von 108,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2005 auf 79,6 Millionen Euro zurück. Dafür verantwortlich seien verstärkte Anstrengungen beim Vertrieb von Mobilfunkverträgen im ersten Quartal, Investitionen in das DSL-Kundenwachstum sowie saisonal bedingte Effekte im Call-by-call-Geschäft. Auch die hängende Fusion mit freenet wirke sich negativ auf die Ergebnisentwicklung aus.

Im Mobilfunkbereich konnte Mobilcom im erste Halbjahr nur rund 150.000 Kunden netto hinzugewinnen, der Kundenbestand in diesem Bereich beläuft sich somit auf 4,97 Millionen Kunden und ist am Ende des zweiten Quartals gegenüber dem ersten Quartal nahezu unverändert. Beim Umsatz pro Kunden konnte Mobilcom zulegen, dieser stieg von 16,30 auf 17,00 Euro im Monat. Gepaart mit geringeren Kundenaquisitionskosten kletterte das EBITDA des Mobilfunk-Serviceproviders von 11 Millionen Euro im ersten Quartal 2006 im zweiten Quartal auf 21,4 Millionen Euro und liegt damit auf dem Niveau des zweiten Quartals 2005.

Deutlich zulegen konnte der von Freenet betriebene Geschäftsbereich Festnetz/Internet. Hier stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 376,4 Millionen Euro. Neben dem größten Umsatztreiber Internetzugang haben die Segmente Portalgeschäft/Digitale Dienste und B2B-Services einen wesentlichen Beitrag zur positiven Umsatzentwicklung geleistet. Das EBITDA bleibt mit 47,2 Millionen Euro aber hinter dem des ersten Halbjahres 2005 von 68,4 Millionen Euro deutlich zurück.

In Sachen DSL leidet Freenet nach eigenen Angaben unter den Net-Rental-Angeboten der Telekom, die für eine deutliche Wettbewerbsverzerrung gesorgt habe und Ende Mai 2006 von der Bundesnetzagentur untersagte wurde. Im zweiten Quartal 2006 konnte Freenet nur 55.000 neue DSL-Kunden gewinnen, insgesamt zählt Freenet Ende Juni 830.000 DSL-Nutzer.

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