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EDGE und HSDPA - T-Mobile baut schnelle Datenautobahnen aus

T-Mobile bringt MDA-Smartphone Vario II auf den Markt. Seit Mitte 2005 rüstet T-Mobile bundesweit seine Netze auf. Sie sollen unter anderem EDGE-fähig gemacht werden und damit ohne UMTS Surfgeschwindigkeiten von 200 KBit pro Sekunde erreichen. Bis Mitte 2007 plant T-Mobile mehr als 10.000 GSM-Mobilfunkstandorte umgerüstet zu haben. Parallel dazu baut der Sprach- und Datendiensteanbieter die Netzinfrastrukturen für HSDPA und WLAN aus. Geräte sind noch rar gesät, doch es gibt sie: So bringt T-Mobile in Kürze das MDA-Smartphone Vario II auf den Markt.
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Zuletzt hat T-Mobile zusammen mit dem Netzwerk-Ausrüster Ericsson den Sendemast auf dem höchsten Berg Deutschlands aufgerüstet: Nun können Kunden von T-Mobile von der Zugspitze aus E-Mails via EDGE-Technik verschicken und empfangen.

Bislang wurden 5.000 Sendepfeiler umgestellt. Die neue Technik soll den Energieverbrauch der Anlagen um rund 30 Prozent senken und damit weniger Betriebskosten verursachen.

Mit EDGE bietet T-Mobile derzeit als einziger deutscher Netzbetreiber einen Datenservice, der schneller als GPRS, aber langsamer als UMTS agiert. Vorteil: Der Nutzer benötigt nicht unbedingt ein UMTS-Handy, sondern es reicht ein EDGE-fähiges Gerät.

Daneben hat T-Mobile sein UMTS-Netz mit HSDPA-Technik ausgestattet. Der High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) soll Übertragungsraten von bis zu 1,8 MBit pro Sekunde bieten; für die Zukunft sind Steigerungen der Bandbreite auf zunächst 3,6 MBit/s geplant. Derzeit deckt T-Mobiles UMTS-/HSDPA-Netz rund 60 Prozent der deutschen Bevölkerung ab, heißt es vom Konzern.

Die Nutzung der im Vergleich zu UMTS erneut beschleunigten Datenübertragung kann jedoch nicht mit bisherigen UMTS-Geräten genutzt werden. Für das drahtlose Surfen mit 1,8 MBit/s braucht der Nutzer ein für HSDPA geeignetes Gerät.

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Derzeit gibt es derer nicht allzu viele am Markt. Ein Beispiel wäre das Samsung SGH-VZ50; ein weiteres HSDPA-Produkt ist das MDA Vario II von T-Mobile mit aufschiebbarer QWERTZ-Tastatur. Das Smartphone mit Windows Mobile 5.0 umfasst die Applikationen Word, Excel und PowerPoint in den funktionsreduzierten Mobile-Varianten. Wie gewohnt gehört auch die Mobile-Ausführung des Internet Explorer und des Windows Media Player zum Lieferumfang. Bei den E-Mail-Funktionen werden der Push-Service von Microsoft und RIMs BlackBerry-Push-Dienst unterstützt.

Wie bei UMTS-Geräten vielfach Usus bietet auch das 113 x 58 x 22 mm messende MDA Vario II zwei Kameras: eine 2-Megapixel-Kamera für Schnappschüsse unterwegs und eine VGA-Kamera für die Videotelefonie. Der Touchscreen liefert eine für Windows-Mobile typische Auflösung von 240 x 320 Pixeln und zeigt darauf bis zu 65.536 Farben an.

Das MDA Vario II beherrscht neben HSDPA die Mobilfunktechniken UMTS, EDGE sowie GPRS und agiert als Quad-Band-Gerät in den vier GSM-Netzen 850, 900, 1.800 sowie 1.900 MHz. Zu den weiteren drahtlosen Übertragungstechniken gehören WLAN nach 802.11b/g, Bluetooth und Infrarot.

Die Größe des internen Speichers sowie den verwendeten Prozessor hat T-Mobile bislang nicht preisgegeben. Fest steht lediglich, dass der Speicher mit Hilfe von micro-SD-Karten aufgestockt werden kann. Das 176 Gramm wiegende Smartphone soll mit einer Akkuladung eine Sprechzeit von bis zu 5 Stunden erreichen. Vermutlich gilt dieser Wert nur im GSM-Betrieb, so dass sich die Sprechdauer im UMTS-Modus weiter verringern dürfte. Die Bereitschaftsdauer liegt bei rund 8 Tagen.

Der MDA Vario II soll ab dem 14. August 2006 zum Preis von 359,95 Euro mit 24-Monatsvertrag im Tarif Relax 100 erhältlich sein. Relax 100 enthält zum Grundpreis von 28,- Euro 100 Gesprächsminuten ins deutsche Festnetz und alle deutschen Mobilfunknetze. Ohne Mobilfunkvertrag will T-Mobile 699,95 Euro für das Gerät haben.

Nachtrag vom 7. August 2006 um 16:52 Uhr:
Auf Nachfrage von Golem.de enthüllte T-Mobile die bislang fehlenden technischen Daten zum MDA vario II. So steckt in dem Smartphone ein Samsung-Prozessor mit einer Taktrate von 400 MHz und der interne Speicher fasst 64 MByte. Damit liegt der Speicher auf der unteren Latte von aktuellen WindowsCE-Geräten.


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