Intels Xeon "Tulsa" kommt noch im dritten Quartal 2006

Server-Prozessor früher als erwartet

Einer der letzten Prozessoren mit der aussterbenden Netburst-Architektur wird ein neues Xeon-Modell mit Codenamen "Tulsa" sein. Intel bestätigte jetzt gegenüber Golem.de, dass die CPU mit bis zu 16 MByte L3-Cache noch im dritten Quartal 2006 erscheinen soll.

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Bisher stand Tulsa nur recht vage für das zweite Halbjahr 2006 in den inoffiziellen Intel-Roadmaps. Nun wagen sich aber erste Server-Hersteller aus der Deckung - so hat beispielsweise HP schon in den USA eine Ausstattungstabelle für das Modell "ProLiant ML570 G4" ins Netz gestellt, welche einen Xeon mit 16 MByte L3-Cache erwähnt, und damit Tulsa. Wie Intel gegenüber Golem.de erklärte, soll dieser Prozessor noch im dritten Quartal 2006 auf den Markt kommen, und damit bis Ende September 2006 - noch bevor das nächste Intel Developer Forum (IDF) startet.

Tulsa dürfte eines der letzten Updates für die zahllosen Xeon-Server sein und vor allem durch seinen "shared cache" für den Level-3-Speicher mehr Tempo bringen. Dabei verfügt jeder der beiden Kerne in einem Tulsa über 1 MByte L2-Cache, die beiden Cores teilen sich aber den L3-Cache. Ob die Verteilung dabei so clever arbeitet wie bei Intels Core-Architektur, wo ein Kern fast den gesamten L2-Cache beanspruchen kann, ist noch nicht bekannt.

Aufbau eines Tulsa-Die
Aufbau eines Tulsa-Die

Fest steht jedoch, dass Tulsa nicht in alle bestehenden Xeon-Server passen wird. Zwar soll er sowohl mit 667 und 800 MHz effektivem FSB-Takt erscheinen, seine 150 Watt typische Leistungsaufnahme (TDP) sprengt jedoch den Rahmen der Kühlungslösung mancher Xeon-Rechner, trotz Herstellung in 65 Nanometern Strukturbreite und nur 1,25 Volt Kernspannung. Genaue Modellvarianten und Preise für Tulsa nannte Intel noch nicht. Die beiden Kerne sollen aber mit bis zu 3,4 GHz laufen und beherrschen zudem HyperThreading, ein Tulsa kann also bis zu vier Threads parallel ausführen. Gedacht ist der Prozessor für MP-Systeme ab vier CPU-Sockeln. HPs neuer Proliant verfügt über vier derartige Steckplätze, und kommt damit mit 8 Kernen oder 16 Threads gleichzeitig zurecht.

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