EU-Umfrage zur Online-Vermarktung digitaler Inhalte

In der Konsultation wird daher auf Urheberrechtsverletzungen und digitales Rechte-Management (DRM) ausführlich eingegangen. Die Kommission will unter anderem wissen, wie groß der Schaden durch Urheberrechtsverstöße - "physisch und/oder online" - ausfällt, welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden, ob der Schaden durch Hochladen und Herunterladen unterschiedlich eingeschätzt wird, und ob "kleine" und "große Piraten" jeweils anders behandelt werden sollten.

Für die EU-Kommission sind Systeme zum digitalen Rechte-Management "Technologien, die urheberrechtlich geschützte digitale Inhalte identifizieren und beschreiben". Sie dienten zwar primär dazu, Rechte zu verwalten und die Nutzung der Inhalte abzurechnen, "helfen aber auch dabei mit, die nicht autorisierte Nutzung zu verhindern". Mit fünf Fragen speziell zu DRM-Systemen bemüht sich die Kommission darum, den Einsatz solcher Technologien auszuloten.

Die Frage der Interoperabilität von DRM-Systemen hat in jüngster Zeit insbesondere im Zusammenhang mit der Geschäftspolitik des US-Unternehmens Apple größere Aufmerksamkeit erfahren. Apple verwendet das selbst entwickelte "FairPlay-DRM-System" für Musik im iTunes-Musikshop. Wer Musikstücke dort erwirbt, kann sie nur auf einem Apple iPod mobil nutzen, weil das Unternehmen es strikt ablehnt, die Technik an Wettbewerber zu lizenzieren.

Da die iPods am weitesten verbreitet sind, sichert Apple sich durch den exklusiven Einsatz des FairPlay-DRMs eine marktbeherrschende Stellung im Online-Vertrieb von Musik. Der von einigen Parlamentariern in Frankreich in den vergangenen Monaten unternommene Versuch, Apple per Gesetz zur kostenlosen Lizenzierung von FairPlay zu zwingen, ist bisher weitgehend gescheitert.

An der Befragung können sich alle EU-Bürger beteiligen. Besonders angesprochen werden in der EU-Pressemitteilung dazu die "Industrie - vor allem Anbieter von Inhalte- und Internet-Diensten", "Verbraucher - insbesondere aus der Internet-Gemeinde", Aufsichtsbehörden und allen interessierten Kreise. Der Fragebogen steht allerdings ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung. Da die Mehrheit der EU-Bürger nicht Englisch als Muttersprache spricht, dürfte das den Kreis der Teilnehmer erheblich einschränken. [von Robert A. Gehring, iRights.info]

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