Linux bekommt wieder einen stabilen Kernel
Bunk hatte schon im Dezember 2005 erneut das Veröffentlichungsmodell des Linux-Kernels kritisiert. Dabei bemerkte er vor allem, dass in jeder neuen Version viele regressive Fehler auftauchen, durch die zuvor funktionierende Teile des Kernels nicht mehr so arbeiten, wie sie sollen. Außerdem störte ihn, dass Kernel-Updates häufig auf die Aktualisierung von Userspace-Programmen nach sich ziehen.
Gerade dies sorgte erst kürzlich wieder für Diskussionen, da die nächste Kernel-Version 2.6.18 derzeit ein weiteres Udev-Update voraussetzt. Ohne dieses funktioniert der neue Kernel in etlichen Distributionen nicht mehr.
Suse-Entwickler Greg Kroah-Hartman kündigte auf der Linux-Kernel-Mailingliste nun an, dass Bunk ab sofort den Kernel 2.6.16 übernehmen werde(öffnet im neuen Fenster). Das Ziel ist dabei, eine neue stabile Serie zu etablieren, die über zwei bis drei Jahre gepflegt wird. In diese sollen neben Sicherheits- auch Treiberupdates einfließen dürfen, während neue Funktionen außen vor bleiben müssen.
Die neue Serie soll vor allem Nutzer ansprechen, die derzeit noch auf den Kernel 2.4 setzen und sich eine stabile 2.6er-Serie mit Sicherheitsaktualisierungen, aber ohne Fehler wünschen. Andere Entwickler warnten Bunk schon 2005 vor dem Aufwand, den die Pflege einer solchen Veröffentlichungsreihe mit sich bringt.
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