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Temperaturempfindliche Linse stellt bei Hitze scharf

Neue adaptive Optiken arbeiten ohne Strom. Wissenschaftlern der Universität Wisconsin-Madison ist es gelungen, optische Linsen mit einem Ring aus einem Polymergel zu entwickeln, die wie das menschliche Auge zusammen und auseinandergezogen werden, um den Brennpunkt zu verändern und somit scharf zu stellen, berichtet der New Scientists.
/ Andreas Donath
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Die Scharfstellung geschieht durch das Anlegen einer Spannung, aber auch durch eine Temperaturänderung, Licht, einer Veränderung des ph-Wertes oder die Beigabe von Proteinen. Durch die Änderung dieser Parameter zieht sich das jeweils eingesetzte Polymer um die Linse herum zusammen und ändert so den Brennpunkt. Anders als die Flüssigkeitslinsen benötigen die neuen Optiken keinen Strom.

Die Linsen bestehen aus Glas, Öl und Wasser und haben derzeit einen Durchmesser von rund 4 Millimetern. Durch die Kontraktion des Polymers wird eine kleine Säule Wasser in einen kleinen Hohlraum mit einer Ölmischung(öffnet im neuen Fenster) gedrückt. Dadurch ändert sich die Form der Linse und ihr Brennpunkt.

Mit den Linsen, deren Verkleinerung nach Angaben der Wissenschaftler unproblematisch sei, könnten z.B. Sensoren für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke bestücken werden. Auch der Einsatz in der Medizin könnte eine Möglichkeit sein. Hier könnten die Linsen automatisch auf andere Regionen fokkusieren, wenn sich ein Protein-Level ändert.


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