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OpenGL 2.1 ist fertig

Industriekonsortium "Khronos" übernimmt Grafik-API. Das "OpenGL ARB Architecture Review Board" (ARB) hat die Version 2.1 der Grafikschnittstelle OpenGL freigegeben und umfangreiche Dokumentationen dazu vorgelegt. In Zukunft wird OpenGL vom Industriekonsortium Khronos Group verwaltet werden.
/ Nico Ernst
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Erweitert wurden bei OpenGL 2.1 vor allem die Funktionen der eigenen Shader-Pogrammiersprache, ganz pragmatisch "Shading Language" genannt. Die Objekt-Pipeline von OpenGL sieht jetzt unter anderem auch "Pixel Buffer Objects" vor, mit denen texturierte Pixel und einzelne Texturen schnell zwischen dem Grafikspeicher und dem Grafikchip hin- und herkopiert werden können. Außerdem werden jetzt für die Berechnungen auch nicht-quadratische Matrizen unterstützt sowie Texturen im sRGB-Farbraum. Trotz aller Erweiterungen sollen Implementationen von OpenGL 2.1, etwa in neuen Grafiktreibern, voll abwärtskompatibel zu bisherigen Anwendungen bleiben.

Die bisherigen, überwiegend ehrenamtlich tätigen Mitglieder des OpenGL ARB hatten bereits angekündigt, die weitere Verwaltung der Grafikschnittstelle an das Industriekonsortium Khronos Group(öffnet im neuen Fenster) übergeben zu wollen. Diese Vereinigung finanziert sich aus Beiträgen der Mitglieder und wurde bereits im Jahr 2000 unter anderem von ATI, Intel, Nvidia, SGI und Sun gegründet. Inzwischen arbeiten dort viele Unternehmen der IT- und Kommunikations-Branche mit, von Apple über Symbian bis Vodafone.

Khronos will nach eigenen Aussagen OpenGL weiterhin als offenen Standard fortführen, durch die Unterstützung der vielen Mitglieder aber auch dafür sorgen, dass die Schnittstelle auf noch mehr Plattformen zum Einsatz kommt. Die Übergabe der OpenGL-Verwaltung soll schon im dritten Quartal des Jahres 2006 abgeschlossen werden.


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