Abo
  • IT-Karriere:

Neue Kernel-Versionen und alte Distributionen

Änderungen am Kernel führen auch unter Ubuntu 6.06 zu Problemen

Ältere Distributionen arbeiten unter Umständen nicht mehr mit neuen Kernel-Versionen zusammen - verantwortlich dafür ist Udev. Während neue Kernel-Versionen Udev ab einer bestimmten Version voraussetzen, sind Updates für ältere Distributionen in der Regel nicht verfügbar. Diese Tatsache warf auf der Linux-Kernel-Mailingliste die Frage auf, wie lange man sich noch um Distributionen kümmern sollte, die vom Hersteller selbst nicht mehr unterstützt werden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Andrew Wade berichtete auf der Linux-Kernel-Mailingliste (LKML) über ein Udev-Problem mit dem aktuellen Entwicklungs-Kernel von Andrew Morton. Dadurch war /dev/mem überhaupt nicht mehr vorhanden, /dev/null hatte falsche Rechte.

Stellenmarkt
  1. Stadt Norderney, Norderney
  2. telent GmbH, Backnang

Die Kernel-Entwickler kamen schnell darauf, dass dies ein Problem mit Sysfs ist, das über einen weiteren Patch behoben werden könnte. Allerdings würde eben dieser Patch zu einem neuen Problem in zahlreichen Distributionen führen, da deren Udev-Version zu alt ist um das neue Sysfs-Format lesen zu können. Kernel-Maintainer Andrew Morton beschwerte sich beispielsweise, dass seine Fedora-Core-3-Installation dadurch nicht mehr funktionieren würde.

Udev-Entwickler Greg Kroah-Hartman warf daraufhin die Frage auf, wie lange der Kernel alte Distributionen unterstützen sollte, die vom Anbieter selbst nicht mehr unterstützt würden. Doch während Kroah-Hartman davon überzeugt ist, dass man auf diese Distributionen keine Rücksicht nehmen könne, erklärte Morton man müsse auch diesen Versionen Aufmerksamkeit widmen. Vor allem, da die Änderungen viele Distributionen, die gerade einmal zehn Monate alt sind, betreffen würden.

Man könne nicht einfach die Unterstützung für alte Distributionen abschaffen, vor allem da er nicht wisse, wie viele Installationen dieses Problem betreffen würde, schreibt Morton in einer E-Mail. Alan Cox schaltete sich ebenfalls ein und erklärte Kroah-Hartman, dass dessen Einstellung falsch sei. Die Änderungen sollten seiner Meinung nach wieder aus dem Kernel entfernt werden.

Die Ansicht der Kernel-Entwickler ist traditionell die, das neue Versionen auch alte Distributionen unterstützen müssen. Gerade durch Werkzeuge wie Udev, die Kernel-Aufgaben im Userspace ausführen, wird dies jedoch zunehmend schwieriger. An Brisanz gewinnt das Problem, da der nächste Linux-Kernel 2.6.18 mit diesen Änderungen auch unter aktuellen Distributionen wie Ubuntu 6.06 LTS und dem noch gar nicht erschienenen Slackware 11 nicht funktioniert bzw. zu Schwierigkeiten führt. Beide enthalten Udev 071, der Linux-Kernel 2.6.18 wird aber mindestens Udev 079 brauchen.

Es ist also wahrscheinlich, dass die aktuellen Änderungen so lange nicht in den Kernel gelangen, bis eine entsprechende Lösung entwickelt wurde.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung
  2. 80,90€ + Versand
  3. 289€

Kai F. Lahmann 03. Aug 2006

es war so klar wie irgendwas, dass, WENN der Spruch "wieso denn auf alte Distris achten...

Hausmeister Krause 03. Aug 2006

Dem stimme ich voll und ganz zu! Ich betreue ein paar Mailinglisten und muss mich dort...

fdjdjdfjdfj 03. Aug 2006

Ich finde, eine Distribution muss wissen, was sie will: Entweder möglichst stabil sein...

düse 03. Aug 2006

Meines Wissens nach hat nur Ubuntu damit Probleme, es würde also reichen wenn 5 distros...


Folgen Sie uns
       


AMD stellt Navi-Grafikkarten vor

Die neuen GPUs sollen deutlich effizienter und leistungsstärker sein und ab Juli 2019 verfügbar sein.

AMD stellt Navi-Grafikkarten vor Video aufrufen
Timex Data Link im Retro-Test: Bill Gates' Astronauten-Smartwatch
Timex Data Link im Retro-Test
Bill Gates' Astronauten-Smartwatch

Mit der Data Link haben Timex und Microsoft bereits vor 25 Jahren die erste richtige Smartwatch vorgestellt. Sie hat es sogar bis in den Weltraum geschafft. Das Highlight ist die drahtlose Datenübertragung per flackerndem Röhrenmonitor - was wir natürlich ausprobieren mussten.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smart Watch Swatch fordert wegen kopierter Zifferblätter von Samsung Geld
  2. Wearable EU warnt vor deutscher Kinder-Smartwatch
  3. Sportuhr Fossil stellt Smartwatch mit Snapdragon 3100 vor

Dark Mode: Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft
Dark Mode
Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft

Viele Nutzer und auch Apple versprechen sich vom Dark Mode eine augenschonendere Darstellung von Bildinhalten. Doch die Funktion bringt andere Vorteile als viele denken - und sogar Nachteile, die bereits bekannte Probleme bei der Arbeit am Bildschirm noch verstärken.
Von Mike Wobker

  1. Sicherheitsprobleme Schlechte Passwörter bei Ärzten
  2. DrEd Online-Arztpraxis Zava will auch in Deutschland eröffnen
  3. Vivy & Co. Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
WD Blue SN500 ausprobiert
Die flotte günstige Blaue

Mit der WD Blue SN500 bietet Western Digital eine spannende NVMe-SSD an: Das M.2-Kärtchen basiert auf einem selbst entwickelten Controller und eigenem Flash-Speicher. Das Resultat ist ein schnelles, vor allem aber günstiges Modell als bessere Alternative zu Sata-SSDs.
Von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 ausprobiert Direkt hinter Samsungs SSDs
  2. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  3. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte

    •  /