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RTL-Verschlüsselung: Landesmedienanstalten warnen und drohen

Sollte auch DVB-T verschlüsselt werden droht ein Zwang zu kostenlosen Angeboten. Die Landesmedienanstalten sind von der geplanten Grundverschlüsselung, die SES-Astra zusammen mit RTL und MTV plant, wenig begeistert. Dort weist man auf die Risiken dieses Ansatzes hin und droht mit einem Zwang zu kostenlosen Angeboten.
/ Jens Ihlenfeld
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Ein großes Augenmerk ist aus Sicht der Landesmedienanstalten auf die technische und unternehmerische Zugangsoffenheit der Astra-Plattform zu legen. Ein offener Standard bei den Empfangsgeräten sei hier unabdingbar, damit auch andere Vermarktungsplattformen Zugang zu den Satellitenhaushalten haben. Zudem müsse die Kontrolle der Plattform und die Verteilung der Einnahmen aus der Zugangsgebühr transparent erfolgen, um eine Chancengleichheit unter den Programm-Veranstaltern zu gewährleisten.

Die Verschlüsselung des Satellitenempfangs könnte aber nur der Anfang sein, bei RTL denkt man grundsätzlich auch über die Grundverschlüsselung von DVB-T nach. Es gebe keinen Grund Unterschiede zwischen den Übertragungswegen zu machen.

Für diesen Fall drohen die Landesemedienanstalten mit einem Zwang zum kostenlosen Fernsehen: "Wenn auch noch auf dem digitalen terrestrischen Weg eine Mautstelle errichtet werden soll, dann drängt sich die Überlegung auf, für bestimmte reichweitenstarke Programme eine Must-free-Offer-Regelung einzuführen", so der stellvertretende Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten Dr. Victor Henle. Anderenfalls werde den EU-Überlegungen zu einer Frequenzversteigerung Vorschub geleistet, weil sonst die Vorrangstellung des Rundfunks bei der Frequenzvergabe nicht mehr gerechtfertigt sei.


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