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Auch ProSiebenSat.1 denkt über Verschlüsselung nach

Keine konkreten Pläne für Zeitrahmen und Kosten. Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 hat gegenüber Golem.de anders lautende Berichte dementiert, nach denen auch ihre Programme zum Start des Projekts "Dolphin" über die Astra-Satelliten verschlüsselt gesendet werden sollen. Dennoch hält sich der Konzern diese Option offen.
/ Nico Ernst
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Am gestrigen Mittwoch, den 2. August 2006 fand in München die jährliche Hauptversammlung der ProSiebenSat.1 Media AG statt – am selben Tag hatten RTL und SES-Astra ihre Pläne für eine Verschlüsselung des digitalen Privatfernsehens und die Erhebung einer Gebühr angekündigt. Kurz nach der Hauptversammlung machten Berichte die Runde, der Vorstandsvorsitzende von ProSiebenSat.1, Guillaume de Posch, habe auf der Konferenz einen baldigen Einstieg in das Projekt "Dolphin" von SES-Astra und damit die Verschlüsselung der Sender ProSieben, Sat.1, Kabel Eins und N24 angekündigt.

"Das hat er nicht gesagt" meinte jedoch die Konzernsprecherin der ProSiebenSat.1 Media AG Katja Pichler gegenüber Golem.de. Sie erklärte weiter, ein baldiger Einstieg bei Dolphin stehe derzeit nicht zur Debatte, denn: "Wir warten die Entscheidung des Kartellamts ab." RTL Television und SES-Astra hatten ihre neuen Verträge dem Bundeskartellamt vorgelegt und keine Aussage getroffen, bis wann sie eine Entscheidung erwarten. Die beiden Unternehmen gaben jedoch an, mit der Verschlüsselung im ersten Halbjahr 2007 beginnen zu wollen.

ProSiebenSat.1 schließt jedoch nicht aus, sich an diesem Projekt zu beteiligen, will aber offenbar nicht von Anfang an dabei sein. Katja Pichler meinte zum Thema Verschlüsselung: "Da das eine Option ist, die SES-Astra anbietet, sehen wir uns das an." Vom Tisch ist das Thema bei der zweitgrößten privaten Senderfamilie Deutschlands damit wohl noch nicht.


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