Nachgefragt: Video-Downloads auf CSS-DVDs
Golem.de fragte deshalb bei Toshiba nach, die neben Matsushita/Panasonic maßgeblich an der CSS-Entwicklung beteiligt waren. Laut James Armour, seines Zeichens "Expert Engineering Optical Discs" in Toshibas europäischer Entwicklungsabteilung, sollten aktuelle DVD-Brenner eigentlich in der Lage sein, auf nackte, bereits mit CSS-Master-Keys versehene DVD-Rohlinge zu schreiben. Es gibt nur keine passenden Rohlinge, um dies zu bewerkstelligen.
Selbst die laut Maxell Deutschland bald vom Markt verschwindenden, nur mit speziellem 635-Nanometer-Laser beschreibbaren und sehr teuren Authoring-DVD-Rs (4,7 GByte brutto) können keine CSS-Master-Keys speichern. Sie dienten bisher nur dazu, DVD-Mastering-Systemen zusätzliche Informationen bereitzustellen, die beim Erstellen des ins Presswerk gehenden "Glass Masters" benötigt wurden. Diese können aber mittlerweile "on the fly" erzeugt werden. Wer also seine DVD-Daten nicht auf Band (DLT) anliefert, nutzt heutzutage wohl eher Standard-DVDs (650 nm). Die CSS-Verschlüsselung erfolgt dann erst beim DVD-Mastering.
Vom Sekretariat des "DVD Forum", der Instanz hinter den beschreibbaren "Minus"-Formaten wie DVD-R, erfuhr Golem.de auf Nachfrage, dass das DVD Forum selbst bereits ein sicheres Download-Format diskutiert. Das eingangs erwähnte Industrie-Treffen sei zwar nicht vom DVD Forum veranstaltet worden, könnte aber dessen laufende Diskussionen beeinflussen. "[...] Aber wir können das Thema noch nicht kommentieren, bis unsere Diskussionen abgeschlossen sind", so Hideyuki Irie, eine Sprecherin des DVD Forum.
Warner hat zwar eine beachtliche Marktmacht, dennoch würde es Insidern zufolge im besten Fall noch mindestens ein halbes Jahr dauern, bis der Vorschlag den Weg durch sämtliche Gremien gefunden hat - darunter neben dem DVD Forum auch die für die CSS-Lizenzvergabe zuständige DVD Copy Control Association (DVD CCA). Dann dürften noch ein bis zwei Jahren ins Land gehen, bis die CSS-DVD-Brenner nicht nur reif für Kiosk-Systeme, sondern auch für den Massenmarkt wären.
So lange scheinen die anderen Hollywood-Studios aber nicht warten zu wollen - in Anbetracht der großen Zahl der vorhandenen DVD-Brenner und dem Interesse an einer Ausweitung des Online-Vertriebs verwundert das nicht. CinemaNow hatte im Juli 2006 bereits mit einer öffentlichen Beta-Phase seines Download-to-DVD-Dienstes begonnen. Dabei setzt das Unternehmen zur Bandbreitenschonung auf kostenpflichtige Video-Downloads, die mit dem Verfahren MPEG-4-AVC kodiert sind. Diese Dateien müssen dann - auf dem hoffentlich leistungsstarken PC des Filmkäufers - in das MPEG-2-Format umkodiert und auf DVD gebrannt werden. Die dahinter steckende Software FluxDVD stammt vom deutschen Unternehmen ACS.
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Wieso halten sie an einem System wie Macrovision feste? Wo da die Logik sein entzieht...
Zitat aus einem News-Beitrag auf Heise vom 1.8.06: http://www.heise.de/newsticker...
Vor einiger Zeit habe ich saemtliche optischen Laufwerke in die Tonne getreten und habe...