Spielfilm-Downloads auf DVD - Hollywood lenkt ein

Nur CSS statt problematischer Kopierschutzerweiterungen

Damit kostenpflichtige Video-Downloads aus dem Internet endlich ein größeres Publikum finden, sollen die heruntergeladenen Filme in Zukunft auch auf DVDs gebrannt und so im herkömmlichen DVD-Player abgespielt werden können. Filmindustrie, Gerätehersteller und Video-on-Demand-Dienstleister in den USA scheinen sich darauf geeinigt zu haben, es beim DVD-üblichen Kopierschutzmechanismus CSS zu belassen und damit etwaigen Geräte-Inkompatibilitäten vorzubeugen.

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Bisher haben nur die US-Anbieter Movielink und CinemaNow verkündet, ihren Kunden Filme zum Download und Brennen auf DVD anbieten zu wollen. CinemaNow hat bereits eine Testphase gestartet, allerdings sollen die per fluxDVD-Software erzeugten und kopiergeschützten DVDs nicht in allen, sondern nur "so gut wie jedem" DVD-Player abgespielt werden können.

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Diese Probleme wollte die Filmindustrie erst in Kauf nehmen, sie forderte stärkere Kopierschutzmechanismen bei den DVD-Downloads. Diese hätte jedoch teilweise neue Geräte seitens der Unterhaltungselektronikhersteller erfordert und viel Zeit gekostet - oder beim Kunden bereits vorhandene Abspielgeräte unter Umständen benachteiligt. Entsprechend fürchteten die DVD-Player-Hersteller, vom Kunden für die Inkompatibilitäten verantwortlich gemacht zu werden.

Wie das US-Magazin Video Business in einem Kommentar berichtet, kam es am 25./26 Juni 2006 während eines Industrie-übergreifenden Treffens allerdings endlich zu einer Einigung auf einen standardisierten Kopierschutz für Film-Downloads auf DVD. Anstatt zusätzliche problematische Lösungen zu wählen, wird nur auf das altbekannte, zwar nicht mehr als sicher geltende, aber dafür von jedem DVD-Player unterstützte normale Content Scrambling System (CSS) gesetzt.

Ein erweitertes CSS wird es nicht geben, auch keine Wasserzeichentechnik oder sonstige Kopierschutz-Mechanismen. Damit geben die Hollywood-Studios laut Video Business endgültig ihre Träume auf CSS "reparieren" zu können. Die Vereinbarung sieht nun die Entwicklung einer neuen Art von beschreibbaren DVD vor, die in ihrer Struktur DVD-ROMs sehr ähnlich ist und damit auch in bestehenden Laufwerken funktionieren soll - aber noch vom DVD Forum und der DVD Copy Control Association abzusegnen ist.

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Es soll laut des Berichts zwei neue DVD-Spezifikationen geben, eine für den Unternehmenseinsatz und eine für das private Wohnzimmer. Der Grund für neue Spezifikationen: CSS war bisher eher bei DVD-ROMs zu finden, als auf den beschreibbaren DVD-Medien. Fragt sich nur, ob bestehende DVD-Brenner per Firmware-Update in der Lage sein werden, die neuen DVD-Spezifikationen inkl. CSS zu unterstützen oder ob eine neue DVD-Brenner-Generation nötig ist.

Bis alles geregelt ist und Ergebnisse zu sehen sind werden wohl noch einige Monate vergehen. Video Business geht davon aus, dass vor Anfang 2007 keine Download-Angebote auf Basis der Vereinbarung starten werden.

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