Schriftwechsel: Monotype Imaging kauft Linotype

Bad Homburger Schriftarten-Designer soll bestehen bleiben

Das US-Unternehmen Monotype Imaging Inc. übernimmt den deutschen Schriftarten-Designer Linotype GmbH, von dem etwa Schriftarten wie Helvetica, Frutiger und Optima stammen. Durch die Expansion hofft Monotype in Zukunft umfangreichere Schriftarten-Pakete für Druckerhersteller, Mobilgeräte-Displays und professionelle Grafiker anbieten zu können.

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Für die Linotype-Angestellten soll sich nicht viel ändern, die Firma bleibt unter gleichen Namen in Bad Homburg bestehen und wird nun als vollständige Tochter von Monotype Imaging agieren. Damit scheint es nur einen Wechsel der Muttergesellschaft zu geben, bisher war dies die Heidelberger Druckmaschinen AG.

Gemeinsam mit Linotype will Monotype die wachsenden Schriftarten-Wünsche im Elektronikbereich befriedigen können. Dabei geht es laut Monotype-Chef Robert M. Givens um mobile Endgeräte, Digitalkameras, Computer, Fernseher oder auch den Druck. Mit Linotype habe Monotype bereits seit Jahren zusammen gearbeitet. Givens sieht Linotype als wertvolle Ergänzung, die es zu schützen und erweitern gelte.

Dies könnte auch eine Warnung an Microsoft sein, deren Vista-Schriftart "Segoe" nicht nur von Kritikern als Plagiat erkannt, sondern im April 2006 auch von einem EU-Amt als weitgehend identisch zu dem bekannten Linotype-Font "Frutiger Next" eingestuft wurde.

Die Linotype-Sammlung umfasst über 6.000 Schriftarten, die bekanntesten stammen von Designern wie Hermann Zapf, Adrian Frutiger und Matthew Carter. Monotype verfügt ebenfalls über Schriftarten-Sammlungen, Monotype und ITC genannt - darunter bekannte Schriftarten wie Arial, Times New Roman, Gill Sans und ITC Franklin Gothic. Darüber hinaus bietet die neue Linotype-Mutter unter anderem Software wie iType und WorldType zur Darstellung von mehrsprachigen, skalierbaren Texten auf kleinen Displays wie etwa denen von Mobiltelefonen an. Auch eine Schriftsammlung für Mobiltelefone hat Monotype bereits vorgestellt.

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