Internet-Verweigerer werden immer älter

(N)Onliner Atlas 2006: 58 Prozent der Deutschen sind online

Fast jeder zweite Internetnutzer in Deutschland (48 Prozent), geht über einen Breitbandanschluss online. Insgesamt sind mittlerweile 58 Prozent der Deutschen online, die Altersgruppe der über 50-Jährigen holt weiter auf, zu diesen Ergebnissen kommt die Studie (N)Onliner Atlas 2006 der Initiative D21 und TNS Infratest.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Internetnutzung in Deutschland ist innerhalb eines Jahres um drei Prozent auf mittlerweile 58 Prozent gestiegen. Nach den aktuellen Ergebnissen des "(N)Onliner Atlas 2006" sind heute 37,8 Millionen Menschen über 14 Jahren im Internet, zwei Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

Ins Internet einzusteigen beabsichtigen in den nächsten zwölf Monaten rund vier Millionen Bundesbürger, aber 23 Millionen Deutsche (36 Prozent) zählt die Studie zu den "Offlinern", also den Nicht-Nutzern des Internets ohne Anschaffungsabsicht. Diese sind nach wie vor mehrheitlich weiblichen Geschlechts, haben formal eine vergleichbar geringere Bildung sowie ein niedrigeres Einkommen und sind im Durchschnitt 61,3 Jahre alt.

Erstmals seit der Messung im Jahre 2001 kommt der größere Zuwachs der Internetnutzung in Deutschland aus dem Osten der Bundesrepublik. Während im Westen die Internetnutzung um 2,9 Prozentpunkte stieg, legte sie im Osten um 3,9 Prozentpunkte zu. Mit Ausnahme des Saarlandes sind die Internetnutzer bundesweit in der Mehrheit und mit 64 Prozent "Onlinern" führt Berlin das Bundesländer-Ranking der Internetnutzung 2006 erneut an, gefolgt von Hamburg (62 Prozent) und Hessen (61 Prozent).

Starken Zuwachs bei der Internetnutzung gab es erneut bei den über 50-Jährigen. Allerdings zeigt sich hier ein differenziertes Bild: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Internetnutzung in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen um 3,6 Prozentpunkte auf 56,8 Prozent. Auch bei den 60- bis 69-Jährigen nahm die Internetnutzung um 3,6 Prozentpunkte auf 32,7 Prozent zu. In der ältesten Altersgruppe, den über 70-Jährigen, stieg die Zahl der Onliner nur um 2,4 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent.

Fast jeder zweite surft dabei über einen Breitbandanschluss, meist DSL. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nutzung eines DSL- Anschlusses um gut 7 Prozentpunkte auf 46 Prozent gestiegen. Der Anstieg bei DSL geht dabei eindeutig zulasten des ISDN-Anschlusses, der um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 23 Prozent fiel. Der Anteil derer, die sich analog ins Internet einwählen, ist mit 20 Prozent relativ stabil geblieben.

Die Internetsurfer fühlen sich mehrheitlich sicher, 80 Prozent schätzen ihre Computersicherheit als sehr hoch ein. Nur jeder fünfte Internetnutzer ist der Ansicht, dass sein Computer unzureichend gesichert sei. Rund 48 Prozent der Internetnutzer sehen sich dabei durchaus selbst in der Verantwortung, 46 Prozent die Internetwirtschaft und 45 die Internet-Provider.

Die Studie "(N)Online Atlas 2006" wurde bereits zum sechsten Mal durchgeführt. Mehr als 50.000 Personen wurden im Auftrag der Initiative D21 von TNS Infratest befragt. Unterstützt wurde die Studie von Microsoft, Siemens, dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. sowie dem Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

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Duerk 08. Okt 2006

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