Abo
  • Services:
Anzeige

Mythos: eBay-Auktionen, die Abends enden, bringen mehr Geld

Aber: Positive Verkäufer-Bewertung erhöht die Einnahmen

Wer sein Auktionsangebot abends enden lässt, erreicht mehr Käufer und nimmt somit mehr Geld für seine Gebote ein, heißt es allgemein. Forscher der Universität Bonn und der RWTH Aachen haben genau dies widerlegt. Wahr ist jedoch: Wer viele positive Bewertungen bekommen hat, erzielt im Schnitt höhere Erträge. Zu diesen Ergebnissen kamen die Forscher, als sie 2005 mehr als 300 Versteigerungen populärer DVDs analysiert haben.

Nach der Arbeit starten nämlich viele potenzielle Kunden ihren virtuellen Einkaufsbummel, so die Idee hinter diesem oft zitierten Rat. Dabei bieten sie vorzugsweise bei solchen Versteigerungen mit, die in naher Zukunft enden - denn dann ist die Gefahr am geringsten, noch überboten zu werden. Abends steigt daher die Nachfrage nach Auktionen, die in Kürze auslaufen.

Anzeige

Doch mehr Nachfrage bedeutet nicht unbedingt mehr Gewinn - im Gegenteil: "Unsere Studie zeigt, dass die Erlöse abends sogar niedriger ausfallen als sonst", sagen Oliver Gürtler von der Universität Bonn und sein Aachener Kollege Christian Grund. Eine mögliche Erklärung hat er auch parat: In der Hoffnung auf möglichst viele Interessenten lassen die meisten Anbieter ihre Auktionen inzwischen abends enden. Die Kunden treffen in dieser Zeit daher auf ein vergleichsweise großes Angebot. Und das drückt trotz der abends ebenfalls erhöhten Nachfrage die Preise. Wer seine Auktion dagegen zur besten Arbeitszeit enden lässt, muss nicht mit so vielen weiteren Anbietern konkurrieren.

Weiter haben die Forscher berechnet, wie viel ein guter Ruf bei eBay Wert ist. Die Reputation berechnet sich dabei aus der Anzahl positiver Kundenurteile im Verhältnis zu der Anzahl negativer Stimmen. Auf der Webpage liest sich das beispielsweise so: "Bewertungspunkte: 1433; 99,7% positiv". Ein Prozentpunkt mehr positive Kundenstimmen soll das Auktionsergebnis um durchschnittlich vier Prozent in die Höhe treiben, so die Forscher. Die absolute Anzahl an Urteilen scheint dagegen die Spendierfreudigkeit der Kunden nicht zu beeinflussen.

Im November und Dezember 2005 haben die beiden Wirtschaftswissenschaftler insgesamt 313 DVD-Verkäufe bei eBay unter die Lupe genommen. Dabei beschränkten sie sich auf sechs populäre Filme - von "Madagascar" über "Star Wars" bis zu "Krieg der Welten".


eye home zur Startseite
Dagobert 02. Aug 2006

Vielleicht solltet ihr mal die Fakten überprüfen, bevor ihr hier rumtrollt. Schaut mal...

Oblitor @ heise 02. Aug 2006

Was ich noch nicht mit in Betracht gezogen habe sind ausserdem zielgruppenspezifische...

Linguist 02. Aug 2006

Und Du glaubst wirklich, diese "Studie" ist geeignet, diesen Annahme zu widerlegen? Dann...

Oblitor @ heise 02. Aug 2006

hast Recht, stimmt :-) siehe meinen Artikel "engstirnige Sichtweise vs. mikroökonomische...

Darth Erdix 02. Aug 2006

Nachtrag: Der Käufer kann natürlich erst eine Bewertung abgeben nachdem der Verkäufer...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf
  2. C.B.C. Computer Business Center GmbH, Frankfurt
  3. Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Grasbrunn bei München
  4. TenneT TSO GmbH, Dachau


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-10%) 35,99€
  2. 49,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Spectre

    Intel verteilt Microcode für Client- und Server-CPUs

  2. Aldi Talk

    Nachbuchung des ungedrosselten Datenvolumens wird teurer

  3. Stiftung Warentest

    Zu wenig Datenschutz in Dating-Apps

  4. Mobilfunk

    Vodafone und Telefónica nutzen Glasfaser gemeinsam

  5. Indiegames-Rundschau

    Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte

  6. Android P

    Hintergrund-Apps wird Zugriff auf Kamera und Mikro verwehrt

  7. Online-Glücksspiele

    Bei Finanzsperren droht illegale Vorratsdatenspeicherung

  8. Betaversionen

    AirPlay 2 aus iOS und TVOS 11.3 entfernt

  9. Homee

    Homekit mit Z-Wave, Zigbee und Enocean verbinden

  10. Apfel

    Apple lässt sich Regenbogenlogo schützen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Axel Voss: "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
Axel Voss
"Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Ratspräsidentschaft schlägt deutsches Modell vor
  2. Fake News Murdoch fordert von Facebook Sendegebühr für Medien
  3. EU-Urheberrechtsreform Abmahnungen treffen "nur die Dummen"

Sam's Journey im Test: Ein Kaufgrund für den C64
Sam's Journey im Test
Ein Kaufgrund für den C64
  1. THEC64 Mini C64-Emulator erscheint am 29. März in Deutschland
  2. Sam's Journey Neues Kaufspiel für C64 veröffentlicht

Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

  1. Re: Subnautica

    Nightdive | 10:38

  2. Re: Bald kommt UHD+

    Pansen | 10:38

  3. Re: gemach - gemach - bisher hat sich noch alles...

    jo-1 | 10:36

  4. Re: Erfreut über die Entwicklung von Ubisoft

    Dwalinn | 10:33

  5. Alternative bei Vodafone - CallYa Flex

    Kaleidosc0pe | 10:33


  1. 10:33

  2. 10:16

  3. 09:40

  4. 09:08

  5. 09:06

  6. 08:33

  7. 08:01

  8. 07:41


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel