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USA wollen Internetnutzung an Schulen beschränken

Gesetz soll Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch schützen. Aus Gründen des Jugendschutzes will die USA den Internetzugang an Schulen und Bibliotheken beschränken. Eine entsprechende Gesetzesinitiative wurde mit großer Mehrheit vom US-Repräsentantenhaus angenommen. Damit soll der Zugang auf Chat-Foren und Social-Networking-Angeboten für Minderjährige unterbunden werden.
/ Ingo Pakalski
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Die Gesetzesiniative(öffnet im neuen Fenster) wird damit begründet, dass in der Vergangenheit Sexualstraftäter über Chat- und Social-Networking-Seiten gezielt Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufgenommen hätten. Das Gesetz soll Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch bewahren.

Der Gesetzestext sieht vor, dass Schulen und Bibliotheken den Zugang zu Chat-Foren und Social-Networking-Angeboten gezielt unterbinden müssen, damit Jugendliche zumindest an solchen öffentlichen Orten keinen Zugang dazu erhalten. Da sich der Gesetzestext ausschließlich auf öffentlich zugängliche PCs mit Internetanschluss an Schulen und Büchereien bezieht, bleiben Minderjährige mit eigenem Internetanschluss außen vor.

Etwas schwammig bleibt, welche Dienste als Social-Networking-Angebote bewertet werden. Auslöser des Gesetzes waren die Dienste von MySpace.com, aber auch Blogs und selbst die Nutzerprofile von Amazon.com könnten unter das Gesetz fallen.

Das US-Repräsentantenhaus hat den Gesetzesentwurf mit großer Mehrheit von 410 Stimmen bei lediglich 15 Gegenstimmen gebilligt. In der kommenden Woche stimmt der US-Senat darüber ab. Erst danach kann das Gesetz in Kraft treten.


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