Preissenkungen: Pentium 4 wird zum Auslaufmodell

Und ein kleiner Bug in Intels Preisliste

Zeitgleich mit der Markteinführung von Intels neuem Desktop-Prozessor "Core 2 Duo" hat Intel den Pentium 4 mit nur einem Kern endgültig zum Auslaufmodell erklärt. Die Prozessoren der 500er- und 600er-Serie mit bis zu 3,8 GHz sind teilweise bis zu 61 Prozent billiger geworden.

Artikel veröffentlicht am ,

Intel hat seine Preisliste inzwischen auch als PDF veröffentlicht. Laut diesen Preisen, die sich auf 1.000er-Stückzahlen für PC-Hersteller und Wiederverkäufer beziehen, sind vor allem die Pentium 4 mit dem Kern "Cedar Mill" deutlich günstiger geworden. Dieser Kern ist quasi die Hälfte eines Pentium D mit "Presler-Kern", denn bei Presler hat Intel zwei Dice in einem Gehäuse untergebracht - die Cedar Mills für den Pentium 4 bestehen aus einem dieser Halbleiterplättchen. Anders als in Intels Preisliste angegeben sind die Cedar Mills in 65 Nanometern Strukturbreite gefertigt und nicht in 90 Nanometern, wie Intel auch gegenüber Golem.de bestätigte.

Intel will offenbar diese Cedar Mills, die in der 600er-Serie eine "1" am Ende der Modellnummer tragen, bevorzugt vor den anderen Pentium 4 verkaufen. Diese mit einer "0" als letzter Ziffer der Modellnummer gekennzeichneten Pentium 4 der 600er-Serie verfügen über den Kern "Prescott2M", sind noch in 90 Nanometern gefertigt und genehmigen sich bis zu 115 Watt aus dem Netzteil - und sind nicht billiger geworden. Die Cedar Mills sind mit 86 Watt typischer Leistungsaufnahme zwar deutlich sparsamer, aber für einen Single-Core-Prozessor immer noch echte Stromfresser. Selbst AMDs nicht als "energy efficient" (EE) gekennzeichnete Athlon64 X2 brauchen für ihre zwei Kerne - mit Ausnahme der FX-Modelle - nur bis zu 89 Watt, und die EE-Ausgaben dieser CPUs kommen auch bei hohen Takten nur auf 65 Watt. Diese Kennziffer gibt Intel auch für seinen neuen Core 2 Duo an.

Der Pentium 4 hat nur noch bei wenigen Anwendungen durch seinen hohen Takt Vorteile, die nicht in mehrere Threads aufgeteilt sind - das betrifft vor allem ältere Spiele. Wer seinen Rechner nun also aufrüsten möchte, muss für das Top-Modell unter den Cedar Mills "Pentium 4 661 (3,6 GHz)" mit 183,- US-Dollar 54 Prozent weniger als vor den Preissenkungen bezahlen. Der schnellste Pentium 4 670 mit 3,8 GHz kostet weiterhin 605,- US-Dollar und ist durch seinen Prescott2M-Kern deutlich stromhungriger.

Auch die Preise für die 500er-Serie des Pentium 4 mit 1 MByte-Cache (Prescott1M-Kern) hat Intel deutlich reduziert, hier ist mit dem Modell 541 für jetzt 84,- US-Dollar statt 218,- US-Dollar mit 61 Prozent auch der größte Abschlag gewährt. Allerdings erhält man für 93,- US-Dollar bereits den kleinsten Dual-Core-Prozessor von Intel, den Pentium D 805 mit 2,66 GHz, aber nur FSB533. In modernen Multimedia-Anwendungen kann dieser Prozessor, der auch bei Übertaktern recht beliebt ist, die Pentium 4 meist deutlich abhängen - damit lohnt sich ein neuer Pentium 4 jetzt wirklich nur noch für Aufrüster, in deren Mainboards keiner der Dual-Core-Prozessoren passt. Besonders beeilen muss sich mit dem Kauf ohnehin niemand: Intels CPUs sind auch lange nach Plattform-Wechseln noch verfügbar, derzeit sind sogar die Pentium 4 mit Northwood-Kern aus dem Jahr 2002 noch als Neuware zu erstehen.

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:-) 30. Jul 2006

The Die dies, also the Dice are dying. (Der Würfel stirbt, ebenso die Würfel)

Alf 30. Jul 2006

Frage am Rande, hast du dir den Text durchgelesen? Wenn er ein zum 2,4Ghz P4...

Nachtigall 29. Jul 2006

was ist ein virenscanner? http://www.securityinfo.ch/virenscanner.html

pool 28. Jul 2006

Wobei man bedenken muss, das alle Pentium 4 Modelle für den S 775 wenigstens DualCore...



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